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Symbolbild: Die Polizei will verstärkt Kontrollen durchführen.

Unfallstatistik vorgestellt

Betrunkene Brummi-Fahrer werden zum Problem: Beuth fordert Null-Promille-Grenze

Obwohl es in Hessen weniger Unfälle gibt, steigt die Zahl der Todesopfer. Ein großes Problem sind betrunkene Lkw-Fahrer. Hessens Innenminister Peter Beuth fordert jetzt eine Null-Promille-Grenze. 

Update, 15:33 Uhr: Im Kampf gegen schwere Verkehrsunfälle macht sich Hessens Innenminister Peter Beuth (CDU) für eine Null-Promille-Grenze für Lastwagenfahrer stark. "Es ist nicht nachvollziehbar, dass für einen 18-jährigen Fahranfänger mit seinem Kleinwagen null Promille gelten, ein Sattelzugfahrer seinen 40 Tonnen schweren Lkw aber noch mit bis zu 0,49 Promille im Blut fahren darf", erklärte er am Mittwoch in Wiesbaden.

Bei Kontrollen auf hessischen Lkw-Parkplätzen Ende Januar hatten 190 von 1200 Fahrern unter Alkoholeinfluss gestanden, 79 durften zunächst nicht weiterfahren*. In den vergangenen drei Jahren waren laut Innenministerium alkoholisierte Lkw-Fahrer an mehr als 380 Unfällen beteiligt. "Wer Alkohol getrunken hat, darf mit so einem großen und schweren Fahrzeug nicht am Straßenverkehr teilnehmen", forderte Beuth bei der Vorstellung der Verkehrsunfallbilanz.

Auch die Polizei geht neue Wege. Um Lkw-Fahrer besser kontrollieren zu können, setzt die Polizei in Südosthessen und Südhessen künftig die neue "Videostreife Lkw" ein. Der unauffällige Kleintransporter ist mit vier hochauflösenden Kameras ausgestattet, die einen Blick bis hoch in die Kabinen der Lastwagen ermöglichen.

Todesopfer - Betrunkene Lkw-Fahrer werden zum Problem

Erstmeldung, 20. März 2019, 12:36 Uhr: Wiesbaden - Die Zahl der Verkehrsunfälle auf Hessens Straßen ist im vergangenen Jahr erstmals seit 2014 wieder rückläufig gewesen. Das teilte das Innenministerium am Mittwoch in Wiesbaden mit. Insgesamt krachte es 2018 knapp 14.700 Mal, das sind rund 3000 Unfälle weniger als noch ein Jahr zuvor. Allerdings stieg im gleichen Zeitraum die Zahl der Todesopfer: 239 Menschen kamen 2018 bei Verkehrsunfällen ums Leben. Damit waren 26 Todesfälle mehr zu beklagen als noch 2017.

Im Kampf gegen schwere Unfälle macht sich Innenminister Peter Beuth (CDU) für eine Null-Promille-Grenze für Lastwagenfahrer stark. "Es ist nicht nachvollziehbar, dass für einen 18-jährigen Fahranfänger mit seinem Kleinwagen null Promille gelten, ein Sattelzugfahrer seinen 40 Tonnen schweren Lkw aber noch mit bis zu 0,49 Promille im Blut fahren darf", erklärte er.

Alkoholisierte Lkw-Fahrer an vielen Unfällen beteiligt 

In den vergangenen drei Jahren seien alkoholisierte Lkw-Fahrer an mehr als 380 Verkehrsunfällen in Hessen beteiligt gewesen. "Wer Alkohol getrunken hat, darf mit so einem großen und schweren Fahrzeug nicht am Straßenverkehr teilnehmen", forderte Beuth.

Um Lkw-Fahrer besser kontrollieren zu können, setzt die Polizei in Südosthessen und Südhessen künftig die neue "Videostreife Lkw" ein. Sie ist mit vier hochauflösenden Kameras ausgestattet, die einen Blick bis hoch in die Kabinen der Lastwagen ermöglichen. (dpa)

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