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Mit Zetteln verdeckt der Angeklagte beim Betreten des Gerichtssaals sein Gesicht vor den Kameras der Journalisten. Links steht sein Verteidiger Martin Reineke. Der 22-jährige Flüchtling aus dem Irak muss sich wegen des Mordes und der Vergewaltigung der 14-jährigen Susanna aus Mainz vor dem Landgericht verantworten.

+++Newsticker+++

Fall Susanna: Was passierte in der Nacht vor dem Mord? - jetzt spricht die Freundin von Ali B.

Was geschah in der Nacht vor dem Mord an der Schülerin Susanna aus Mainz? Jetzt spricht die Freundin von Ali B.

  • Der Angeklagte Ali B. soll Susanna im Mai 2018 in Wiesbaden-Erbenheim vergewaltigt und anschließend heimtückisch getötet haben.
  • Ali B. gestand in Vernehmungen, Susanna getötet zu haben. Die Vergewaltigung bestritt er.
  • Ali B. muss sich in zwei Prozessen vor Gericht verantworten: Einmal wegen Tötung, einmal wegen Vergewaltigung.

Update, 10. April, 12.46 Uhr: Der wegen Mordes an der Mainzer Schülerin Susanna (14) angeklagte Ali B. soll in der Nacht von deren Tod noch Kontakt mit seiner Freundin gehabt haben. Das sagte die 17-Jährige als Zeugin vor dem Landgericht Wiesbaden. Ali B. habe sie an dem fraglichen Abend zunächst nach Hause begleitet. In der Nacht habe sie mehrere Male versucht, ihren Freund zu erreichen. Er habe ihr nur gesagt, es sei etwas vorgefallen, sagte die Jugendliche.

Ali B. drohte Susanna zu töten, sollte sie nicht mit ihm schlafen

Update, 8. April, 16.09 Uhr:Der wegen Mordes an der Mainzer Schülerin Susanna angeklagte Ali B. soll nach Aussage eines Zeugen damit gedroht haben, das Mädchen zu töten, sollte sie nicht mit ihm schlafen. Ali B. habe Susanna nicht in Ruhe lassen wollen, berichtete der Zeuge am Montag vor dem Landgericht Wiesbaden aus einem Gespräch mit dem Angeklagten. Der 22-Jährige habe ihn zudem einmal mit einem Messer bedroht. Der Zeuge wiederholte damit seine Aussagen von Ende März.

Der irakische Flüchtling Ali B. soll die 14 Jahre alte Susanna aus Mainz im Mai 2018 in Wiesbaden vergewaltigt und ermordet haben. Zum Prozessauftakt hatte er zugegeben, das Mädchen getötet zu haben. Die Vergewaltigung bestreitet er.

Der laut Staatsanwaltschaft mindestens 14 Jahre alte Zeuge hatte bei der Suche nach Susanna der Polizei den entscheidenden Hinweis auf Ali B. gegeben. Er hatte sich erst an die Behörden gewandt, nachdem sich Ali B. mit seiner Familie in den Nordirak abgesetzt hatte. Bei den damaligen Befragungen hatte er der Polizei gesagt, Angst vor der Familie B. zu haben. In einem weiteren Verfahren, bei dem es um die Vergewaltigung einer Elfjährigen geht, sitzen Ali B. und dieser Jugendliche gemeinsam auf der Anklagebank.

Ali B. ließ über seinen Verteidiger berichten, er habe den Jugendlichen nie mit einem Messer bedroht. Wie schon bei der ersten Aussage des Jugendlichen vor Gericht Ende März musste Ali B. am Montag den Saal vorübergehend verlassen, um den Zeugen nicht einzuschüchtern. Ali B. verfolgte die Vernehmung von einem anderen Zimmer aus per Video- und Audioübertragung. Vor und im Saal waren die Sicherheitsvorkehrungen noch einmal verschärft worden. Vergangene Woche hatte die Mutter einer jungen Zeugin den Angeklagten mit einem zusammengeklappten Regenschirm attackiert. Die Justizbeamten gingen dazwischen und geleiteten die Frau aus dem Raum.

Attacke im Gerichtssaal - Frau greift Ali B. an 

Update, 3. April, 16:32 Uhr: Der Angeklagte im Mordfall "Susanna", Ali B., hat nach den Aussagen von Zeuginnen auch den Kontakt mit anderen Mädchen aus der Clique der Mainzer Schülerin gesucht. Der 22-Jährige habe sie angeschrieben und nach intimen Fotos gefragt, sagte eine 15 Jahre alte Freundin von Susanna vor dem Landgericht Wiesbaden. Sie habe Angst vor Ali B. gehabt. Die Mutter einer anderen jungen Zeugin attackierte im Gerichtssaal mit einem zusammengeklappten Regenschirm den Angeklagten. Die Justizbeamten gingen dazwischen und geleiteten die Frau aus dem Raum. Ali B. zeigte sich von dem Angriff unbeeindruckt.

Ali B. verbirgt auf der Anklagebank sein Gesicht vor den Kameras der Journalisten. Susanna soll vor ihm Angst gehabt haben.

Zwei Zeuginnen berichteten vor Gericht, ein anderer Jugendlicher habe ihnen nach der Tat erzählt, er habe gemeinsam mit einem Bruder von Ali B. beim Vergraben der Leiche geholfen. Er habe den Mädchen zugleich gedroht, ihnen geschehe dasselbe wie Susanna, falls sie zur Polizei gehen sollten.
Der von den Zeuginnen zitierte Jugendliche ist laut Staatsanwaltschaft mindestens 14 Jahre alt. Er hatte den Ermittlern im Mordfall Susanna den entscheidenden Hinweis zum mutmaßlichen Täter gegeben. Der Junge steht in einem weiteren Verfahren zusammen mit Ali B. vor Gericht. Dabei geht es um die Vergewaltigung einer Elfjährigen

Susanna hatte Angst vor Ali B. - War 14-Jährige unglücklich verliebt?

Update, 2. April, 16:46 Uhr:Die gewaltsam ums Leben gekommene Schülerin Susanna aus Mainz hatte nach Zeugenaussagen Angst vor dem wegen Mordes angeklagten Ali B. Die 14-Jährige sei von ihm auch "angefasst" worden, obwohl sie dies nicht gewollt habe, berichteten mehrere Zeuginnen vor dem Landgericht Wiesbaden.

Ali B. sei dabei betrunken gewesen und habe Drogen genommen gehabt, meinte eines der Mädchen. Die Zeuginnen erzählten, Susanna sei unglücklich in den jüngeren Bruder von Ali B. verliebt gewesen. Dieser habe in ihr eher eine Schwester als eine Freundin gesehen. Die vier Mädchen aus Wiesbaden gehören zum Bekanntenkreis des Opfers.

Update, 28. März, 15:01 Uhr: Der mindestens 14 Jahre alte Zeuge hatte bei der Suche nach der verschwundenen Susanna den entscheidenden Hinweis auf den Fundort ihrer Leiche und auf Ali B. gegeben. Er hatte sich erst an die Behörden gewandt, nachdem sich Ali B. mit seiner Familie in den Nordirak abgesetzt hatte. Als Zeuge im Susanna-Prozess beantwortete der Jugendliche die Fragen des Richters erst zögerlich - vor allem, wenn es um Ali B. ging. Erst als der 22-Jährige den Gerichtssaal verlassen hatte, redete der Jugendliche fließender und sogar teils auf Deutsch.

Viele aus der Clique hatten Angst vor Ali B. 

Ali B. habe Susanna bei mehreren Gelegenheiten vor der Tat befummelt, das Mädchen habe Angst vor dem Angeklagten gehabt, erzählte der Zeuge. Bei einer Busfahrt habe Ali B. zu ihm gesagt, dass er Susannas Körper sehr anziehend fände. Sollte sie nicht mit ihm schlafen, dann brächte er sie um, berichtete der Zeuge aus dem Gespräch mit dem Angeklagten.

Viele aus der Clique hätten Angst vor Ali B. gehabt, der manchmal sehr aggressiv geworden sei, wenn er Alkohol getrunken habe. Auch er selber sei von dem Angeklagten einmal mit einem Messer bedroht worden, sagte der Jugendliche. Der Prozess wird am 2. April fortgesetzt.

Ali B. muss Gerichtssaal verlassen - Hat Zeuge Angst vor ihm?

Update, 28. März, 12:33 Uhr: Weil er womöglich einen wichtigen Zeugen einschüchtern könnte, ist der Angeklagte im Mordfall Susanna, Ali B., vorübergehend von der Hauptverhandlung im Gerichtssaal ausgeschlossen worden.

Der 22-Jährige dürfe die Vernehmung im Landgericht Wiesbaden von einem Zimmer aus per Video- und Audioübertragung verfolgen, erklärte der Vorsitzende Richter in der Verhandlung am Donnerstag. Der Zeuge, der laut Staatsanwaltschaft mindestens 14 Jahre alt ist, mache einen "angsterfüllten" Eindruck. Womöglich sage er nicht die Wahrheit, solange der Angeklagte mit im Raum sei.

Ali B. spricht am Tatort über den Mord.

Ali B. kehrt zum Tatort zurück - so spricht er über den Mord

Update, 27. März, 16:54 Uhr: Im Mordprozess um die getötete Schülerin Susanna aus Mainz hat ein Polizist über die Tatrekonstruktion berichtet. Ali B. habe sich dabei kooperativ gezeigt, sei aber kaum emotional geworden, erklärte der Beamte am Mittwoch vor dem Landgericht Wiesbaden.

Er habe fast kühl gewirkt und keine Betroffenheit gezeigt. In dem Video wurde deutlich: Um den Hals der toten 14-Jährigen hatte Ali B. eine Jacke geknotet. Diese nutzte er, um die Leiche zu dem Grab zu schleifen, das er zuvor ausgehoben hatte. Die Situation wurde mit Hilfe einer Puppe nachgestellt. Er sei überrascht gewesen über den Ort, wo die beiden Sex gehabt haben sollen, erklärte der Polizist. Dieser sei in der Vernehmung als grüne Wiese beschrieben worden, habe sich jedoch während der Rekonstruktion als dichtes Gestrüpp erwiesen.

Update, 27. März, 15:25 Uhr: Für fast eine Stunde kehrt Ali B. an den Ort zurück, wo er die 14-jährige Schülerin Susanna umgebracht haben soll. Ein zugiger Ort neben einem Bahngleis in der Nähe des Wiesbadener Stadtteils Erbenheim, überall Gestrüpp, Büsche und Bäume.

Das Gericht will sich mit dem Ortstermin einen Überblick über die Verhältnisse vor Ort verschaffen und das mit den Aussagen des 22-Jährigen im Prozess abgleichen. Im Vordergrund steht nicht die Schilderung der Tat, sondern, wie weit die Plätze voneinander entfernt sind, ob eine Stelle für einvernehmlichen Geschlechtsverkehr zwischen Gestrüpp, Büschen und dem einspurigen Bahngleis vorstellbar ist und ob es realistisch scheint, die Leiche des Mädchens in dem Gelände zu transportieren. Auch der Boden wird begutachtet: Kann eine Person alleine ohne große Hilfsmittel ein Erdloch für eine Leiche ausheben?

Begleitet von zwei maskierten Polizeibeamten wird der wegen Mordes an der 14-jährigens Susanna angeklagte Ali B. entlang einer Eisenbahnstrecke bei Erbenheim geführt. Links neben ihm sein Verteidiger Marcus Steffel, mit dem geben Kragen sein zweiter Verteidiger Martin Reineke. Dahinter ein Dolmetscher.

Ali B. spricht sachlich und emotionslos

Wie Ali B. sein Handeln in der Tatnacht schildert, ist nicht zu sehen. Die mehrköpfige Gruppe verschwindet immer wieder hinter Bäumen, ist oft mehrere Minuten gar nicht zu sehen. Lediglich die bewaffneten Polizisten, die die Gegend weiträumig absichern, weisen auf die Stelle hin. Im Anschluss an den Termin berichtet die Staatsanwältin in dem Verfahren jedoch von einer sehr sachlichen und emotionslosen Schilderung des Angeklagten. Vom Sachverhalt habe der Termin keine neuen Erkenntnisse gebracht.

Update, 27. März: Im Mordprozess um die getötete Schülerin Susanna aus Mainz kehrt der mutmaßliche Täter Ali B. an den Tatort zurück. Der 22-Jährige hatte sich bereit erklärt, den Prozessbeteiligten bei einem Ortstermin in Wiesbaden-Erbenheim mehrere Stellen in der Nähe von Bahngleisen zu zeigen. Dabei geht es unter anderem um die genauen Orte, wo Susanna gestorben und ihre Leiche versteckt worden sein soll. Ihre Leiche war am 6. Juni 2018 in einem Erdloch neben der Bahnstrecke gefunden worden. 

Rechtsmedizinerin erzählt erschütternde Details

Update, 22. März, 12.32 Uhr: Um den Hals der getöteten Susanna aus Mainz war der Ärmel einer Strickjacke geknotet. Das berichtete eine Rechtsmedizinerin am Freitag vor dem Landgericht Wiesbaden im Mordprozess gegen Ali B.. Der Strickjackenstoff habe sehr eng um den Hals gelegen. Offen blieb zunächst die Frage, ob das Mädchen womöglich mit dem Ärmel erdrosselt wurde, oder ob die Jacke erst nach der Tat um den Hals geknotet wurde - etwa, um die Leiche zu transportieren.

Mit Zetteln verdeckt der Angeklagte beim Betreten des Gerichtssaals sein Gesicht vor den Kameras der Journalisten. Links steht sein Verteidiger Martin Reineke. Der 22-jährige Flüchtling aus dem Irak muss sich wegen des Mordes und der Vergewaltigung der 14-jährigen Susanna aus Mainz vor dem Landgericht verantworten.

Die Rechtsmedizinerin erläuterte, an dem toten Mädchen hätten keine Spermaspuren nachgewiesen werden können. Dies könne daran liegen, dass es eine längere Zeitspanne gab zwischen dem Tod von Susanna und dem Fund der Leiche. Die Liegezeit wirkt sich nach den Worten der Expertin auch auf andere Spuren aus. Dazu zählen minimale Einblutungen am Kopf, die Hinweise für Würgeangriffe sind. Diese Spuren seien dann schwieriger oder nicht mehr zu erkennen.

Verteidigung legt Dokumente vor

Update, 19. März, 14.27 Uhr: Nach der Verhandlung sagte der Verteidiger des Afghanen, Michael Harschneck, Ali B. habe sich zur Person geäußert, der Mitangeklagte habe keine Aussage gemacht. Dabei werde es auch bleiben. Die Verteidigung habe Dokumente vorgelegt, aus denen sich ergebe, dass der Angeklagte zum Tatzeitpunkt noch keine 14 Jahre alt war. Das sei bislang nicht berücksichtigt worden. Sein Mandant sei seit Ende 2015 oder Anfang 2016 in Deutschland. Er kenne Ali B. aus dem Flüchtlingsheim. Die beiden stünden in keinem Verhältnis zueinander.

Update, 19. März, 11.13 Uhr: Die Staatsanwaltschaft wirft dem 22-jährigen Ali B. im Vergewaltigungsprozess vor, das elf Jahre alte Mädchen Ende April 2018 in sein Zimmer in einer Wiesbadener Asylunterkunft gelockt und dort zum Sex gezwungen zu haben. Etwa einen Monat später sollen der irakische Flüchtling und der Mitangeklagte das Mädchen nacheinander in der Nähe eines Supermarkt-Parkplatzes vergewaltigt haben. Laut Staatsanwaltschaft soll der mitangeklagte Afghane die Elfjährige ein weiteres Mal im April oder Mai in einem Wald sexuell missbraucht haben. Bei diesem Übergriff sei auch ein Bruder von Ali B. dabei gewesen, der jedoch noch strafunmündig ist. Er soll das Mädchen ebenfalls vergewaltigt haben.

Mordfall Susanna: Ali B. schweigt vor Gericht

Update, 19. März, 10.41 Uhr: Im Prozess gegen Ali B. wegen der Vergewaltigung einer Elfjährigen ist vor dem Landgericht Wiesbaden nach etwa einer Stunde die Öffentlichkeit ausgeschlossen worden. Der mutmaßliche Mörder der Mainzer Schülerin Susanna sitzt in diesem Verfahren gemeinsam mit einem Jugendlichen auf der Anklagebank, der laut Staatsanwaltschaft mindestens 14 Jahre alt ist. Die Vorsitzende Richterin Annette Honnef begründete den Ausschluss mit dem jugendlichen Alter des Angeklagten und des Mädchens. Es gelte in beiden Fällen eine besondere Schutzpflicht.

Monsoor Q. muss sich ebenfalls vor Gericht verantworten.

Update, 18. März 2019, 10.35 Uhr: Nach dem Aufsehen erregenden Prozessauftakt um den Mord an der Schülerin Susanna aus Mainz ist die Verhandlung gegen Ali B. am Montag weiter gegangen. Vor dem Landgericht Wiesbaden wollte der Angeklagte seine Aussage am Morgen nicht fortsetzen. Der Vorsitzende Richter Jürgen Bonk befragte den Iraker lediglich zu seiner Ausreise in die Heimat und seinem Asylverfahren. Ali B. war wenige Tage nach dem gewaltsamen Tod von Susanna mit seiner Familie in den Nordirak ausgereist. Die kurdischen Sicherheitsbehörden nahmen ihn dort fest und übergaben ihn der Bundespolizei. Sein Asylantrag war Ende 2016 abgelehnt worden. Am zweiten Prozesstag wurden außerdem die Zeugenaussagen von Polizeibeamten erwartet, die bei der Suche nach Susanna dabei waren und an dem Fundort der Leiche Spuren sicherten.

Mordfall Susanna: Ali B. entschuldigt sich bei Susannas Eltern

Update, 12. März 2019, 14.55 Uhr: Ali B. entschuldigte sich vor Gericht bei Susannas Eltern. "Bei der Mutter und beim Vater entschuldige ich mich", sagte der 22-Jährige. "Ich weiß, dass meine Entschuldigung nichts wieder gut machen kann." Seitdem er im Gefängnis sei, habe er verstanden, dass er etwas sehr Schlimmes getan habe, sagte der irakische Flüchtling.

Update, 12. März 2019, 14.48 Uhr: Susannas Mutter, die als Nebenklägerin in dem Prozess auftritt, kann während der Schilderungen des mutmaßlichen Mörders die Tränen nicht zurückhalten. Ganz in Schwarz gekleidet, beobachtet die Frau mit den langen schwarzen Haaren immer wieder minutenlang Ali B., wie der mit leiser Stimme, den Kopf zu seinem Übersetzer gewandt, seine Sicht der Dinge schildert. "Das ist sehr belastend für meine Mandantin", sagt die Nebenklageanwältin Petra Kaadtmann. Die Mutter sei in psychotherapeutischer Behandlung und habe sich lange auf das Verfahren vorbereitet.

Ali B. gesteht die Tötung: "Ich weiß nicht, wie das geschehen konnte"

Update, 12. März 2019, 13.43 Uhr: Ali B. sagte vor Gericht, dass er die 14-jährige Susanna drei Monate vor der Tat über einen gemeinsamen Bekannten kennengelernt hatte. Sie hätten öfter Zeit miteinander verbracht, Musik gehört oder Hand in Hand spazieren gegangen. Er wusste aber nicht, wie alt sie sei, sagte der Iraker.

Update, 12. März 2019, 13.03 Uhr:Ali B. gesteht die Tötung der 14-jähriger Susanna. "Es wurde vor meinen Augen schwarz, dann kam es zu diesem Ereignis. Ich weiß nicht, wie das geschehen konnte", sagte der 22-Jährige am Dienstag vor dem Wiesbadener Landgericht laut Übersetzung des Dolmetschers. Anschließend habe er geschaut, ob das Mädchen noch am Leben ist, aber keinen Puls mehr gefühlt. Vor der Tat habe er einvernehmlichen Sex mit Susanna gehabt. Susanna habe zwar erst Nein gesagt, bei der zweiten Frage jedoch zugestimmt. Die Vergewaltigung bestreitet er, wie auch schon in Aussagen nach seiner Verhaftung.

Update, 12. März 2019, 11.29 Uhr: Ali B. hat angekündigt, sich zu den Vorwürfen zu äußern. Das erklärte sein Verteidiger kurz nach Beginn der Hauptverhandlung. Der Auftakt der Verhandlung wurde von zahlreichen Kamerateams und Journalisten begleitet. Vor dem Zuschauereingang bildete sich eine lange Schlange. Das Gericht hatte die Sicherheitsvorkehrungen zum Prozess verschärft, die Polizei war mit mehreren Einsatzwagen vor Ort. Vor dem Gebäude versammelten sich rund ein Dutzend Menschen zu einer Mahnwache.

Update, 12. März 2019, 10.04 Uhr: Bereits vor Prozessbeginn treffen die ersten Demonstranten vor dem Gerichtsgebäude ein. Sie tauchen wie angekündigt zu einer "Mahnwache" auf. Einzelne Demonstranten werden von der Polizei abgeführt, berichtet bild.de

Susanna schickte kurz vor ihrem Tod eine Notruf-WhatsApp

Update, 12. März 2019, 9.30 Uhr: Heute startet der Prozess gegen Ali B. Die Opferschutzorganisation Weißer Ring an appelliert an die Justiz, die Opfer nicht aus dem Blick zu verlieren. Oft stehe in der Verhandlung ausschließlich der mutmaßliche Täter im Fokus, die Opfer würden nur als Zeugen wahrgenommen, sagte ein Sprecher des Weißen Rings in Mainz.

Update 8. März 2019: Wiesbaden/Mainz - Kurz vor dem Prozessbeginn am kommenden Dienstag (12. März/09.30 Uhr) gibt es neue Erkenntnisse im Mordfall Susanna. Diese soll laut Anklageschrift kurz vor ihrem Tod eine Freundin per Whatsapp um Hilfe gebeten haben, weil Ali B. sie nicht gehen lassen wollte. Diese Freundin riet Susanna, dass sie schnell nach Hause kommen soll. Doch dort kam sie nie an. Ali B. wird vorgeworfen, die Schülerin in einem Waldstück nahe des Wiesbadener Stadtteils Erbenheim vergewaltigt und anschließend getötet haben. Die Staatsanwaltschaft geht von Heimtücke als Mordmerkmal aus. Die Leiche der Schülerin war am 6. Juni gefunden worden.

Mordfall Susanna: "Für den Tod meiner Tochter gibt es keine gerechte Strafe"

Wenige Tage vor dem Prozess um den Mord an der 14-jährigen Susanna aus Mainz hat die Mutter der Schülerin die Hoffnung auf ein faires Verfahren geäußert. "Für den Tod meiner Tochter gibt es keine gerechte Strafe", sagte die Mutter im Interview des am Donnerstag ausgestrahlten SWR-Politikmagazins "Zur Sache Rheinland-Pfalz". "Ich weiß, dass keine Strafe der Welt mir mein Kind zurückbringt. Aber dennoch hoffe ich, dass die Richter einfach die richtige Entscheidung treffen."

In dem am kommenden Dienstag (12.3./9.30 Uhr) vor dem Wiesbadener Landgericht beginnenden Prozess ist der irakische Flüchtling Ali B. angeklagt, das Mädchen vergewaltigt und anschließend getötet zu haben. Die Tat soll sich Ende Mai 2018 in einem Waldstück nahe dem Wiesbadener Stadtteil Erbenheim ereignet haben. Die Staatsanwaltschaft geht von Heimtücke als Mordmerkmal aus. Die Leiche der Schülerin war am 6. Juni gefunden worden.

Verdächtiger hat die Tat bereits gestanden

Der zur Tatzeit 21 Jahre alte Tatverdächtige hat zugegeben, Susanna umgebracht zu haben. Die Vergewaltigung der 14-Jährigen bestreitet er. Ali B. sitzt seit dem 10. Juni in der JVA Frankfurt I. in Untersuchungshaft. Er muss sich in einem weiteren Verfahren vor dem Wiesbadener Landgericht auch noch wegen der mehrfachen Vergewaltigung eines elfjährigen Mädchens verantworten. (dpa/chw)

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Gegen Ali B. , der die 14-jährige Susanna im März 2018 getötet haben soll, hat die Staatsanwaltschaft Wiesbaden nun Anklage erhoben. Die Anklage lautet auf Mord.

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