Wintersport in Willingen
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Wintersportler mit Snowboards sitzen im Sessellift.

Willingen erarbeitet neues Tourismuskonzept

Die Gemeinde Willingen im Upland will sich stärker als Erlebnis- und Familienferienort etablieren. „Wir wollen weg vom Clubtourismus“, sagte Bürgermeister Thomas Trachte (parteilos). Das sei keine neue Erkenntnis, seit vielen Jahren schon spreche die Gemeinde die Zielgruppen für Aktiv- und Familienurlaub sowie naturnahen Tourismus an.

Willingen - Der Begriff Clubtourismus sei differenziert zu betrachten. „Es gibt Wandergruppen, die Geselligkeit suchen und lieben. Sie sind natürlich herzlich willkommen“, erläuterte der Bürgermeister. Es gebe aber eben auch ein paar Menschen, „die sich nicht zu benehmen wissen. Dieses Image macht uns das Leben etwas schwer.“

Der Tourismus ist der wichtigste Wirtschaftsfaktor in der Gemeinde im Landkreis Waldeck-Frankenberg, die zugleich heilklimatischer Kurort ist. Willingen ist bei Wintersportlern, Wanderern und Mountainbikern beliebt. Dort befindet sich Hessens größtes Wintersportgebiet. Der Ort ist zugleich bekannt für sein ausgeprägtes Nachtleben und ein populäres Reiseziel für Junggesellenabschiede und Clubbesuche.

Dem will die Gemeinde mit verschiedenen Projekten entgegenwirken. Dazu zählt etwa der Neubau des Lagunen-Erlebnisbades für 31 Millionen Euro sowie die Entwicklung des europaweit größten Trailprojekts. Trachte verwies zudem auf eine 670 Meter lange neue Hängebrücke, die in 140 Metern Höhe entstehen soll. Geplant sei auch der Neubau eines Hotels mit dem Fokus auf Familien.

Willingen zählt dem Bürgermeister zufolge jährlich 360.000 bis 400.000 Übernachtungs- und etwa ebensoviele Tagesgäste. In den Beherbergungsbetrieben in der Gemeinde gebe es circa 1,3 Millionen Übernachtungen pro Jahr. dpa

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