Viele Menschen wollen derzeit lieber in kleineren Orten leben. Große Metropolen zählen nicht zu den bevorzugten Wohnorten. Das wirkt sich auch auf Fulda und die Rhön aus.
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Viele Menschen wollen derzeit lieber in kleineren Orten leben. Große Metropolen zählen nicht zu den bevorzugten Wohnorten. Das wirkt sich auch auf Fulda und die Rhön aus.

Immobilienmarkt

Wohneigentum begehrt wie nie - Experte beklagt: „Thema Bauen über viele Jahre stark vernachlässigt“

Die Immobilienpreise in der Region Fulda sind stark gestiegen, die Nachfrage nach Baugrund ist hoch. Professor Dr. Andreas Pfnür (55) von der Technischen Universität Darmstadt erklärt Mechanismen des Immobilienmarktes.

Fulda - Professor für Immobilienwirtschaft, Andreas Pfnür, spricht in unserem Interview über die Preise und Instrumente auf dem Immobilienmarkt*.

Welche Rolle spielt dabei das Rhein-Main-Gebiet für die Entwicklung in der Region Fulda, die ja gerade einmal 100 Kilometer von Frankfurt entfernt liegt?
Frankfurt wirkt natürlich wie ein Magnet mit großem Einfluss. Wenn jetzt vermehrt das Arbeiten von zu Hause aus möglich ist – und das wird über Corona* hinaus so bleiben –, dann wird Ihre Region noch einmal interessanter. Jemand, der vielleicht an drei Tagen von zu Hause aus arbeitet und an zwei Tagen ins Büro fährt, empfindet das Pendeln schon ganz anders. Da sind 100 Kilometer plötzlich keine Entfernung mehr.
Ist demnach also nicht damit zu rechnen, dass die Preise stagnieren oder gar einbrechen?
Davon ist nicht auszugehen, vor allem dann nicht, wenn Sie sehen, dass inzwischen die Unternehmen dorthin gehen, wo die Arbeitnehmer sind. Ein Beispiel ist BASF in Ludwigshafen, dort wollen Sie gar nicht wohnen. Jetzt richtet das Unternehmen Satellitenbüros ein, etwa entlang der Weinstraße. Das geht so weit, dass der BASF-Chef mit dem Fahrrad in eine Co-Working-Area fährt und total begeistert ist. *fuldaerzeitung.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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