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Wohnungsnachbarn im Streit erstochen: Angeklagter schweigt

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Justiz
Ein Justizbeamter steht in einem Gerichtssaal. © Sebastian Gollnow/dpa/Symbolbild

Im Prozess gegen einen Mann, der seinen Wohnungsnachbarn nach länger andauernden Streitigkeiten erstochen haben soll, ist zum Auftakt lediglich die Anklage verlesen worden. Sie lautet vor dem Landgericht Frankfurt auf Totschlag und gefährliche Körperverletzung. Demnach soll der 34 Jahre alte Angeklagte seinem fünf Jahre älteren Opfer im Oktober 2020 in dem gemeinsam bewohnten Mietshaus in Frankfurt-Niederrad einen tiefen Messerstich in den Hals versetzt haben.

Frankfurt/Main - Das Opfer starb an seinem immensen Blutverlust.

Zu Prozessbeginn kündigte der Verteidiger des Irakers lediglich Angaben zur Person des Angeklagten an. Zu dem Anklagevorwurf aber wolle er schweigen, hieß es. Die Schwurgerichtskammer verhandelt bereits zum zweiten Mal gegen den Angeklagten. Im vergangenen Juli wurde er wegen einer anderen Tat zu 14 Monaten Haft und anschließender Klinikunterbringung verurteilt, weil er einen Fahrradfahrer ohne Grund misshandelt hatte. Die Tötung des Nachbarn konnte seinerzeit nicht aufgearbeitet werden, weil wichtige Zeugen nicht zur Verfügung standen. Im zweiten Prozess soll nun auch die Ehefrau des Opfers im Zeugenstand vernommen werden. Das Gericht hat vorerst sechs Verhandlungstage bis Mitte März terminiert. dpa

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