Corona-Intensivstation
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Eine Mitarbeiterin der Pflege steht in einem Zimmer einer Corona-Intensivstation.

Zahl der Covid-19-Intensivpatienten erreicht Schwellenwert

Die Zahl der mit Covid-19-Patienten belegten Intensivbetten in Hessen hat die 200er Schwelle erreicht, ab der strengere Corona-Regeln gelten sollen. Das Sozialministerium nannte am Samstag die Zahl 200, die sich auf den Vortag (5. November/11.00 Uhr) bezieht. Bei 186 Patienten sei eine Sars-CoV-2-Infektion bestätigt worden, bei 14 bestehe der Verdacht.

Wiesbaden - Die Hospitalisierungsinzidenz stieg am Samstag ebenfalls weiter an. Der Wert lag laut Ministerium bei 4,1, am Vortag hatte er 4,04 betragen. Diese Inzidenz beschreibt die Neuaufnahmen von Covid-19-Patienten bezogen auf 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen.

Die Intensivbettenbelegung ist neben der Hospitalisierungsinzidenz ein wichtiger Indikator zur Beurteilung der aktuellen Corona-Lage. Überschreiten sie bestimmte Werte, greifen laut einem zweistufigen Konzept des Landes weitergehende Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie. Dies geschieht, wenn die Hospitalisierungsinzidenz über 8,0 steigt oder die Intensivbettenbelegung über 200.

Die strengeren Corona-Regeln sehen früheren Angaben zufolge in der ersten Warnstufe einen Testnachweis nur noch mittels PCR-Test oder eine Ausweitung der 3G-Regel auf weitere Bereiche vor. Das Vorgehen über die weiteren Schritte des Landes bei Warnstufe eins befindet sich laut Sozialministerium derzeit in der Abstimmung. Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) und Gesundheitsminister Kai Klose (Grüne) wollen die Maßnahmen an diesem Montag vorstellen.

Auch die Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Infektionen in Hessen stieg am Samstag weiter. Die Zahl der Neuinfektionen je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen lag den Angaben zufolge bei 141,8,8 (Stand 00.00 Uhr). Am Vortag hatte der Wert noch 135,8 betragen. Innerhalb von 24 Stunden wurden 1701 Neuinfektionen im Bundesland registriert. Sechs weitere Menschen starben den Angaben zufolge im Zusammenhang mit Covid-19. dpa

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