Sicherungsverwahrung
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Kissen liegen in einem Gemeinschaftszimmer für Sicherungsverwahrte unter einem vergitterten Fenster.

Zahl der Sicherungsverwahrten 2021 leicht erhöht

Die Zahl der Sicherungsverwahrten in Hessen hat sich 2021 im Vergleich zum Vorjahr erhöht. Während 2020 noch 66 Männer und eine Frau in Sicherungsverwahrung saßen, waren es Ende Oktober dieses Jahres 71 Männer und eine Frau. Das geht aus Zahlen des Justizministeriums in Wiesbaden hervor. In den Jahren 2016 bis 2019 hatte es zwischen 57 (2019) und 68 (2018) Sicherungsverwahrte in Hessen gegeben.

Wiesbaden - Die meisten sind in der Justizvollzugsanstalt (JVA) Schwalmstadt untergebracht, andere in der Sozialtherapeutischen Anstalt Kassel oder in der JVA Frankfurt.

Sicherungsverwahrung verhängen Gerichte nicht als Strafe, sondern als präventive Maßnahme. Sie soll die Bevölkerung vor Tätern schützen, die ihre eigentliche Strafe für ein besonders schweres Verbrechen verbüßt haben, aber weiter als gefährlich gelten. Die Täter können theoretisch unbegrenzt eingesperrt bleiben.

Die Bedingungen der Sicherungsverwahrung müssen deutlich besser sein als im Strafvollzug, zudem muss es ein größeres Therapieangebot und Betreuung geben. Die Sicherungsverwahrung ist grundsätzlich zeitlich nicht begrenzt. Ob sie fortbesteht, wird regelmäßig von einem Gericht geprüft. Die Belegungszahlen in der Sicherungsverwahrung seien daher von mehreren Faktoren abhängig, erläuterte das Justizministerium.

„Aktuell sind die Plätze in der JVA Schwalmstadt ausreichend“, hieß es. Die zukünftige Auslastung sei schwierig zu prognostizieren, da nicht immer verlässlich eingeschätzt werden könne, wie viele Entlassungen es jährlich gibt, wie viele Strafgefangene die Maßnahme antreten müssen und wie viele Sicherungsverwahrte in der Sozialtherapeutischen Anstalt in Kassel weiterbehandelt werden. dpa

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