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Zahl der ukrainischen Schüler in Hessen steigt weiter

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Seit Ausbruch des russischen Angriffskriegs in der Ukraine sind in Hessen rund 10.200 geflohene Kinder und Jugendliche für Intensiv-Sprachfördermaßnahmen in den Schulen im Land aufgenommen worden. In der Zeit nach den Osterferien habe sich die Zahl somit mehr als verdoppelt, teilte Kultusminister Alexander Lorz (CDU) am Freitag der Deutschen Presse-Agentur in Wiesbaden mit.

Wiesbaden - „Niemals zuvor haben wir innerhalb weniger Wochen so viele neue Intensivklassen eingerichtet und häufig noch eine Teilintegration in eine Regelklasse ermöglicht.“

Insgesamt besuchten derzeit mehr als 27.500 Kinder und Jugendliche aus unterschiedlichen Konfliktregionen die Intensivklassen und Intensivkurse an den hessischen Schulen, um Deutsch zu lernen. „Um sich hier zurechtzufinden und sich zumindest ein wenig heimisch fühlen zu können, bedarf es der deutschen Sprachkenntnisse – auch wenn ein Aufenthalt nicht auf Dauer sein sollte“, betonte Lorz.

Hessen gehöre im bundesweiten Vergleich wegen der Zahl der Schutzsuchenden zu den Ländern mit dem größten Eingliederungsbedarf von ukrainischen Schülern, sagte der Minister. Die geflohenen Kinder und Jugendlichen könnten bis zum Ende des ukrainischen Schuljahres Ende Mai/Anfang Juni weiterhin an dem von ukrainischer Seite angebotenen Online-Unterricht teilnehmen, auch wenn dieser parallel zum eigentlichen Schulunterricht stattfinde. Zudem gebe es ein freiwilliges Unterrichtsangebot in ukrainischer Sprache, das von zum größten Teil selbst geflohenen ukrainischen Lehrkräften umgesetzt werde. dpa

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