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„Zeynep“ im Anmarsch: Flüge und Bahnverbindungen gestrichen

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Orkan „Zeynep“ zieht auf Deutschland zu. Auch wenn der Sturm in Hessen nicht ganz so heftig wüten dürfte, gibt es im Vorfeld etliche Warnungen und Empfehlungen.

Frankfurt/Main - Angesichts des bevorstehenden Sturms hat der Nordhessische Verkehrsverbund (NVV) bis zum Samstagmorgen mehrere Bahnlinien eingestellt. Betroffen davon waren nach Angaben einer Sprecherin vom Freitag unter anderem die RB4 zwischen Kassel und Korbach, die RT4 zwischen Kassel und Wolfhagen sowie die RB97 ab Marburg. Der NVV empfahl Reisenden, Fahrten soweit wie möglich zu verschieben.

Am Frankfurter Flughafen wurden rund 50 ankommende Flüge gestrichen. Dies waren fast ausschließlich Flüge aus Regionen, in denen der Wind bereits am Freitagmittag kräftig blies. Deutschlands größter Flughafen bereitete sich nach Angaben des Betreibers Fraport zudem auf mögliche Umleitungen von Flügen nach Frankfurt vor.

Die Stadt Frankfurt riet vor Spaziergängen in Parks und im Stadtwald ab. Dort sei mit Astbrüchen oder Baumumstürzen zu rechnen - auch nach dem Sturm. Die Landeshauptstadt Wiesbaden schloss bis zum Montag ihre Friedhöfe für Besucher.

Der Orkan erreicht nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) gegen Mitternacht die Nordseeküste. In der zweiten Nachthälfte trifft „Zeynep“ auf die Ostseeküste und lässt dann allmählich nach.

Für Nord- und Mittelhessen gab der DWD am Freitagnachmittag entsprechende Unwetterwarnungen (Stufe 3) heraus. In Südhessen wurde zunächst lediglich vor „markantem Wetter“ gewarnt (Stufe 2). Denn nach Einschätzung der Meteorologen dürfte „Zeynep“ in Hessen weniger stark wüten als „Ylenia“ in der Nacht zum Donnerstag.

Das Hessische Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie (HLNUG) in Wiesbaden warnte zudem vor möglichem Hochwasser. Man gehe davon aus, „dass nach vorübergehender Entspannung der Hochwasserlage in Hessen die Wasserstände in weiten Teilen des Landes ab Sonntagnachmittag erneut stark ansteigen werden“, sagte eine Sprecherin. dpa

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