Das Wappen des Zolls ist am Ärmel eines Zollbeamten zu sehen
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Das Wappen des Zolls ist am Ärmel eines Zollbeamten zu sehen.

Zollhündin wird fündig: Cannabis in Cornflakes-Packungen

Getarnt als Vogelfutter oder Cornflakes: In einem Paketverteilzentrum im Landkreis Hersfeld-Rotenburg haben Zöllner kiloweise Rauschgift in Postpaketen entdeckt. Dank Spürhündin Cobra wurden sie bei gleich bei mehreren Sendungen fündig, wie das Hauptzollamt Gießen am Freitag berichtete. So habe der Hund zielstrebig bei einem unscheinbaren Karton aus Spanien angeschlagen, in dem Cornflakes-Schachteln entdeckt wurden, die mit in Folie verpacktem Marihuana gefüllt waren.

Gießen - Insgesamt fünf Kilogramm der Droge seien so sichergestellt worden.

Auch an einem Paket aus den Niederlanden witterte Cobra Drogen - darin fanden sich 1200 Gramm eines synthetischen Cannabinoids. In 18 weiteren Sendungen fanden die Zöllner in kleineren Mengen Substanzen, die nach dem Antidopinggesetz verboten sind und in 14 Fällen zudem Cannabis-Samen, deren Einfuhr ebenfalls verboten sei. Die Samen seien teils als vermeintliches Vogelfutter getarnt in entsprechenden Verpackungen versandt worden.

„Immer mehr Drogen gelangen über den Postweg ins Land, insbesondere auch bedingt durch die Pandemie. Wir haben unsere Kontrollen für diesen Bereich im Vergleich zu den Vorjahren daher deutlich erhöht“, erklärte ein Sprecher des Hauptzollamtes Gießen. Am Ende der Überprüfungen seien 20 Strafverfahren gegen die Empfänger, die in ganz Deutschland wohnen, eingeleitet worden.

Da im Bezirk des Hauptzollamtes Gießen etliche Postverteilzentren und Paketdienstleister ansässig seien, habe man das Thema besonders im Blick. 2020 habe es alleine im Postverkehr 1863 Beanstandungen gegeben, davon in 1437 Fällen wegen Rauschgiftdelikten. Im Bereich der Drogenfunde in Postsendungen liege das Hauptzollamt Gießen bundesweit ganz vorne, hieß es. Insgesamt seien im vergangenen Jahr 236 Kilogramm Drogen aus dem Verkehr gezogen worden, davon alleine 160 Kilo Marihuana. dpa

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