Pflege
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Eine Pflegefachkraft zieht einem Klienten einen Kompressionsstrumpf an.

Zuzahlungen für Pflege im Heim steigt auf 2077 Euro

Die Pflege im Heim wird für Pflegebedürftige und deren Familien teurer. Die selbst zu zahlenden Anteile steigen in Hessen auf 2077 Euro pro Monat - 42 Euro mehr als noch zu Jahresbeginn. Das geht aus neuen Daten des Verbands der Ersatzkassen mit Stand vom 1. Juli hervor, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegen.

Berlin/Frankfurt - Hessen liegt damit im Mittelfeld der Bundesländer. Bundesweit werden im Schnitt künftig 2125 Euro fällig. Am teuersten bleiben Heimplätze in Nordrhein-Westfalen mit durchschnittlich 2496 Euro. Am niedrigsten ist die Belastung für Heimbewohner in Sachsen-Anhalt mit 1539 Euro.

In den Summen ist zum einen der Eigenanteil für die reine Pflege und Betreuung enthalten. Die Pflegeversicherung trägt - anders als die Krankenversicherung - nur einen Teil der Kosten. Für Heimbewohner kommen daneben noch Kosten für Unterkunft, Verpflegung und Investitionen in den Einrichtungen dazu. Der Eigenanteil für die reine Pflege steigt in Hessen auf 847 Euro, nachdem es zum 1. Januar 2021 noch 816 Euro waren.

Entlastung soll eine Pflegereform bringen, die die große Koalition in Berlin beschlossen hat. Heimbewohner bekommen demnach ab 1. Januar 2022 einen neuen Zuschlag. Der Eigenanteil für die reine Pflege soll damit im ersten Jahr im Heim um fünf Prozent sinken, im zweiten Jahr um 25 Prozent, im dritten Jahr um 45 Prozent und ab dem vierten Jahr um 70 Prozent.

Die Vorstandschefin des Verbandes der Ersatzkassen, Ulrike Elsner, sagte der dpa, eine solche „kleine Pflegereform“ reiche bei weitem nicht aus. Es gelte, Pflegebedürftige spürbar zu entlasten und die Finanzierung langfristig zu sichern. Nötig sei ein dauerhaft höherer Steuerzuschuss. dpa

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