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Auf der Richterbank liegt ein Richterhammer aus Holz.

Ehefrau und Nachbar

Zweieinhalb Jahre Haft nach gewalttätigen Übergriffen

Nach mehreren gewalttätigen Übergriffen auf seine Ehefrau sowie einen Nachbarn ist ein Mann vom Landgericht Frankfurt zu zweieinhalb Jahren Haft verurteilt.

Nach mehreren gewalttätigen Übergriffen auf seine Ehefrau sowie einen Nachbarn ist ein Mann vom Landgericht Frankfurt zu zweieinhalb Jahren Haft verurteilt. Die Schwurgerichtskammer verurteilte den 38 Jahre alten Angeklagten aus Syrien am Montag wegen mehrfacher Bedrohung sowie Körperverletzung und gefährlicher Körperverletzung. Der Mann war in die Wohnung der Frau in Wehrheim (Hochtaunus-Kreis) eingedrungen und hatte sie sowie den zu Hilfe gekommenen Nachbarn mit einem Messer bedroht und dabei „Ich töte dich” gerufen. Sowohl die Frau als auch der Nachbar wurden leicht verletzt. Später kam es erneut zu Drohungen.

Der 38-Jährige hatte die Drohungen vor Gericht eingeräumt. Das Gericht sah aber keine Anhaltpunkte für versuchte Tötungsdelikte gegen die Frau oder den Nachbarn. Auch die ursprünglich angeklagte versuchte Vergewaltigung der Frau sei dem Angeklagten nicht nachzuweisen gewesen, hatte es bereits im Schlussvortrag der Staatsanwaltschaft geheißen. Eine Bewährungsstrafe, wie von der Anklagevertreterin beantragt, hielt das Gericht indes für unangemessen. Der Vorsitzende Richter sprach von einem „Macho-Gehabe”, das nicht hingenommen werden könne. Hintergrund der Attacken war offenbar die Vermutung des Mannes, seine Ehefrau verkaufe Liebesdienste an andere Männer.

(dpa)

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