Zweiter Prozess um Drogen-Shop „Chemical Revolution“

Das Landgericht Gießen beschäftigt sich ein weiteres Mal mit dem Drogen-Onlineshop „Chemical Revolution“. Am 10. Januar beginnt der Prozess gegen fünf Angeklagte, wie das Gericht am Dienstag mitteilte. Die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt wirft den Männern demnach vor, als Teil einer bandenmäßig organisierten Gruppierung den Online-Shop zwischen April 2018 und Februar 2019 betrieben zu haben.

Gießen - Die Drogen sollen in den Niederlanden beschafft und dann nach Hamburg transportiert worden sein. Dort wurden die Betäubungsmittel den Vorwürfen zufolge gebunkert, portioniert und meist in kleineren Mengen an Kunden versandt. Als Zahlungsmittel habe die Kryptowährung Bitcoin gedient. Ermittler hatten die im Internet und anonymen Darknet betriebene Plattform 2019 abgeschaltet und den Shop damals als den bundesweit größten seiner Art bezeichnet.

In einem ersten aufwendigen Prozess in dem Fall hatte das Landgericht im vergangenen August sieben Männer, darunter den mutmaßlichen Drahtzieher aus dem Kreis München, zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt. Rechtskräftig sei das Urteil bislang aber nur im Hinblick auf drei der Männer, so das Gericht. In diesem ersten Verfahren ging es um angeklagte Taten zwischen Spätsommer 2017 und Januar 2018 und auch um einen Tatort in Hessen.

Einer der im Sommer verurteilten Angeklagten steht nach Angaben der Generalstaatsanwaltschaft auch jetzt wieder vor Gericht. Seine Verurteilung sei noch nicht rechtskräftig. Das Landgericht plant bislang 15 Verhandlungstage bis Ende April. dpa

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