In der Oberliga bleiben

Vergangene Saison hatte Aufsteiger TSG Oberrad kaum Probleme, den Klassenerhalt in der Oberliga Hessen zu sichern – sechs Punkte Vorsprung auf die gefährdete Zone waren ein angenehmes Polster.
Frankfurt.  Bereit für die Oberliga Hessen (von links): Jessica Wissler, Naima Gofran, Inka Dömges und Stefanie Papin.

In der neuen Spielzeit dürften die Frankfurter Tischtennis-Spielerinnen deutlich mehr Gegenwind zu spüren bekommen, gilt doch die Liga als stärker besetzt als zuletzt. Schwache Teams wie die beiden Direktabsteiger NSC Watzenborn-Steinberg II und KSG Haunedorf werden sich diesmal kaum herauskristallisieren. Und es ist noch nicht absehbar, inwiefern sich die Personalveränderungen bei der TSG auswirken werden.

„Ungewöhnlich ist, dass alle drei Aufstiegsmannschaften ein sehr hohes Niveau mitbringen und sich verstärken konnten. Staffel II gehört in Bestbesetzung sogar zum erweiterten Favoritenkreis, Niestetal II dürfte mit dem Abstieg auch nichts zu tun bekommen, und auch Höchst hat starke Spielerinnen mit Oberliga-Erfahrung. Das Saisonziel“, betont der Sportliche Leiter Timo Elpelt, sei daher „ganz klar wieder der Klassenerhalt“. Eben Höchst sowie der TLV Eichenzell und TTC Langen II sind Teams, die wie Oberrad in der untereren Tabellenhälfte der Zehner-Liga zu erwarten sind.

Zwei Neuzugänge

Nach dem Weggang von Katharina Schott (München) und dem Laufbahnende von Caroline Reeh versucht der derzeit erfolgreichste Frankfurter Tischtennisverein mit einer Mischung aus Erfahrung, langjährigen TSG-Spielerinnen und Jugend die Aufgabe zu lösen. Während die ehemalige Bundesliga-Akteurin Inka Dömges (Bilanz zuletzt 17:0) wieder die Nummer eins ist und vor allem in den wichtigen Partien zum Einsatz kommt, müssen sich die beiden Neuzugänge erst noch bewähren.

Die 17-jährige Jessica Wissler wechselte vom Hessenligisten TSF Heuchelheim nach Oberrad, die nominelle Nummer drei gehört der dortigen Trainingsgruppe aber schon seit einem Jahr an. Vier Jahre jünger als sie ist sogar Katharina Hardt. Die Perspektivakteurin kam ebenfalls aus der Hessenliga von der TG Oberjosbach und soll sich im hinteren Paarkreuz bewähren.

Unangefochtene Nummer zwei ist weiterhin Stefanie Papin (26:17). „Sie hat sich im letzten Jahr kontinuierlich gesteigert und sorgt für die Konstante im vorderen Paarkreuz“, sagt Elpelt. Komplettiert wird das Sextett von Naima Gofran (10:22) und Olga Katzelnik, die allerdings nur eines von zwölf Matches gewann in 2015/16.

Zum Auftakt erwartet die TSG am Sonntag einen vermutlichen Rivalen im Abstiegskampf, den TLV Eichenzell, in der Sporthalle Spatzengasse. Das Spiel beginnt zwei Stunden früher als zunächst terminiert, also bereits um 14 Uhr.

versenden drucken