Auch London gehört

 zu den Städten, die fortschreitend privatisiert ? und entsprechend überwacht werden.	FOTO: ARTE
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Auch London gehört zu den Städten, die fortschreitend privatisiert ? und entsprechend überwacht werden. FOTO: ARTE

Alles privat, alles gut in der City?

Die politisch gewollte und mittels Bulldozer und Expropriation ganzer Stadtviertel forcierte Urbanisierung gehörte zu den Auslösern der Kundgebungen auf dem Taksim-Platz in Istanbul.

Die politisch gewollte und mittels Bulldozer und Expropriation ganzer Stadtviertel forcierte Urbanisierung gehörte zu den Auslösern der Kundgebungen auf dem Taksim-Platz in Istanbul. Doch auch in Deutschland und Frankreich werden Großbaustellen aus dem Boden gestampft – ob der Bau einer Ikea-Niederlassung im Hamburger Stadtzentrum oder die Planung eines Mega-Einkaufszentrums der Vertriebskette Auchan beim Projekt „Grand Paris“ zur Neugestaltung des Pariser Ballungsraums.

Die öffentliche Hand sieht diese Vorhaben als Chance, weil sie nicht die Mittel hat, den öffentlichen Raum zu gestalten.

Deswegen aber ist vieles verboten, unsere Schritte werden videoüberwacht, unser Konsumverhalten unbemerkt gelenkt. Doch der Widerstand wächst. Von London über Hamburg und Paris bis nach Istanbul geht der Dokumentarfilm den genauen Hintergründen dieses städtischen Wandels auf den Grund und trifft dafür auch auf Menschen, die sich für ein „Recht auf Stadt“ engagieren.

In Deutschland, Griechenland, Italien, Spanien und der Türkei sind Menschen immer wieder auf die Straße gegangen, um ihre Rechte einzufordern. Mit Märschen und Ortsbesetzungen engagieren sich die Bürger zunehmend für den städtischen Raum als Ort, an dem Protest artikuliert werden und urbanes Leben stattfinden kann. Ist die öffentliche Hand noch der Garant der menschengerechten Stadt?

Wo stehen wir in Sachen städtischer Demokratie? Wie können die Einwohner ihre Rechte gegenüber Politikern, Planern und Investoren durchsetzen?

„Wem gehören unsere Städte?“ 1. September, Arte, 21.40 Uhr.

(red)

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