Gut oder schlecht?

„Wir Kinder vom Bahnhof Zoo“: Neue Amazon-Serie spaltet die Zuschauer – So fallen die Kritiken aus

  • Sophia Adams
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Amazon hat das Buch „Wir Kinder vom Bahnhof Zoo“ als Serie umgesetzt. Während viele Zuschauer begeistert von der Produktion sind, haben andere einiges auszusetzen.

„Lest besser das Buch oder schaut euch den Film aus den 80er-Jahren an“, schreibt ein IMDb-Nutzer als Überschrift seiner Rezension. Sätze wie diese liest man häufiger in Zusammenhang mit der Amazon-Serie „Wir Kinder vom Bahnhof Zoo“*. Das Unternehmen hat sich dazu entschieden, den Buch-Klassiker zu adaptieren. Seit dem 19. Februar 2021 können sich Prime-Nutzer selbst von der Serie überzeugen.

Obwohl die Geschichte von Christiane Felscherinow deutschlandweit bekannt ist, muss kein automatischer Erfolg mit der Amazon-Serie einhergehen. Im Gegenteil: Adaptionen bekannter Stoffe werden für Filmemacher oft zu Stolperfallen. Erst kürzlich sorgte die Netflix-Neuheit „Fate: The Winx Saga“ für Furore, da die Realverfilmung mit der Zeichentrick-Serie nicht mehr viel gemeinsam hat. Ähnliche Kritiken äußern viele Zuschauer in Bezug auf „Wir Kinder vom Bahnhof Zoo“. Wir fassen im Folgenden zusammen, wie die ersten Reaktionen zur Amazon-Serie ausgefallen sind.

„Wir Kinder vom Bahnhof Zoo“: So fallen die Bewertungen zur Amazon-Serie aus

Amazon Prime Video integriert auf der Website die IMDb-Bewertungen, damit Abonnenten auf einem Blick sehen können, wie gut Filme oder Serien bei den Zuschauern ankamen. Zehn Sterne stellt dabei die Spitzenbewertung dar. Von diesem Traumergebnis ist „Wir Kinder vom Bahnhof Zoo“ aber relativ weit entfernt. Derzeit kommt die Serie auf 5,5 Sterne (Stand: 23. Februar 2021). Zum Vergleich: Die fünf deutschen Netflix-Serien mit den besten Bewertungen haben zwischen 7,6 und 8,8 Sterne.

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„Wir Kinder vom Bahnhof Zoo“ auf Prime Video: Negative Kritiken und Lob für die Amazon-Serie

Sieht man sich die IMDb-Rezensionen etwas genauer an, bemängeln die Zuschauer ähnliche Aspekte. Kritisiert wird unter anderem eine viel zu glamourös wirkende Inszenierung einer düsteren Drogen-Geschichte. Zwar beleuchtet die Amazon-Serie auch die tragischen Erlebnisse der sechs Teenager, letztendlich sei die visuelle Gestaltung in vielerlei Augen aber immer noch zu schick. Manche IMDb-Nutzer erklären gar, eher das Gefühl zu haben, der Drogenkonsum werde verherrlicht. Zudem warnen einige Zuschauer davor, zu erwarten, dass die Serie eine detailgetreue Adaption des gleichnamigen Buchs sei. Die Macher haben sich einige Freiheiten genommen, weshalb auch die Kulisse und die Kostüme nicht immer an die 70er-Jahre erinnern.

Wie jegliche Kunstwerke sind aber auch Serien bekanntlich Geschmackssache. Auf IMDb erklären weitere Nutzer, weshalb ihnen die Produktion sehr gut gefallen hat: „Großartige und fantastische Bilder, tolle Kameraführung, sehr gut geschauspielert und eine wirklich eingängige, dramatische und spannende Geschichte. Bleibt bis zur dritten Folge dran, ohne die Serie mit dem Buch oder dem Film zu vergleichen und ihr werdet die Produktion sehr wahrscheinlich besser bewerten, als ihr anfangs dachtet“, erklärt ein IMDb-Nutzer, der neun Sterne vergab. Die Meinungen zur Serie sind also sehr gespalten. Falls Sie „Wir Kinder vom Bahnhof Zoo“ noch nicht gesehen haben, empfiehlt es sich deshalb, so unvoreingenommen wie möglich in die 1. Staffel zu starten – und laut dem eben zitierten Zuschauer mindestens bis zur 3. Folge dranzubleiben. (soa) *tz.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

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