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Richard (Samuel Schneider) versucht die Zigeunerin Saviya (Helen Woigk) davon abzuhalten, Kontakt zu vatikanischen Würdenträgern aufzunehmen. Bild: ARD Degeto/Ziegler Film/Vaclav Sadilek

TV-Kritik

"Ans Licht": Das war schon besser

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Auf Richard (Samuel Schneider) wird ein Mordanschlag verübt, aber die Zigeunerin Saviya (Helen Woigk) rettet ihn. Jakob Fugger (Herbert Knaup) lässt es zu, dass ein Goldtransport überfallen wird. Kardinal Rodrigo de Borja (Ulrich Matthes) wird zu Papst Alexander VI. Sein Konkurrent Della Rovere (Rainer Bock) will sich damit nicht zufriedengeben und bringt Saviya in seine Gewalt, um aus ihr das Geständnis herauszuholen, sie habe dem Borja-Kardinal mit Hexenwerk zum Papstamt verholfen.

Auf Richard (Samuel Schneider) wird ein Mordanschlag verübt, aber die Zigeunerin Saviya (Helen Woigk) rettet ihn. Jakob Fugger (Herbert Knaup) lässt es zu, dass ein Goldtransport überfallen wird. Kardinal Rodrigo de Borja (Ulrich Matthes) wird zu Papst Alexander VI. Sein Konkurrent Della Rovere (Rainer Bock) will sich damit nicht zufriedengeben und bringt Saviya in seine Gewalt, um aus ihr das Geständnis herauszuholen, sie habe dem Borja-Kardinal mit Hexenwerk zum Papstamt verholfen.

Es ist also ziemlich viel, was im zweiten Teil von "Die Puppenspieler" passiert. Und hat mit der Historie wieder nichts zu tun: Hexenverbrennungen waren etwa besonders in Ländern, in denen die Inquisition besonders stark war – wie in Italien, Spanien oder Portugal – ironischerweise eine absolute Ausnahme. Und Rainer Bock hat mit dem historischen Kardinal Della Rovere, dem späteren Papst Julius II,  ebenso viel Ähnlichkeit wie Herbert Knaup mit Jakob Fugger und Ulrich Matthes mit Papst Alexander VI. Nämlich gar keine.

Positiv fällt dagegen auf, dass die Handlung im zweiten Teil deutlich zügiger und geschlossener verläuft. Der erste Teil litt unter der unbeholfenen Einführung seiner Charaktere sowie der sprunghaft erzählten und wenig zielgerichteten Handlung. Verglichen damit setzt "Ans Licht“ stärker auf Action und Tempo. Durch die stärkere Dramatik kann auch Klaus Eichhammer an der Kamera mehr fesselnde Szenen liefern: So die halbkreisförmige Fahrt um ein Bett.

Bei den Actionszenen macht sich das kleine Budget natürlich schon bemerkbar. Die Schwertkampfszenen sind nur kurz, mit vielen Schnitten oder im Halbdunkel gedreht. Also mehr wie im billigen Italo-Kostümfilm der 1960er Jahre als in einer teuren Hollywood-Produktion. Deswegen irritieren oft historische Unstimmigkeiten. So, dass ein Mann, der so reich und mächtig ist wie Jakob Fugger in der Filmhandlung, mit nur einem einzigen Begleiter auf eine gefährliche Reise geht.

Dennoch merkt man an vielen Stellen auch, wie viel Mühe die Macher in diesen Film investiert haben. Ulrich Matthes hat als Papst etwa ein paar vergleichsweise tiefsinnige Sätze ins Drehbuch bekommen und die Musik von Karim Sebastian Elias verleiht vielen Szenen eine intensive Wirkung, ohne dabei zu dick aufzutragen. Auch wenn die Fortsetzung nicht alle Handlungsfäden aus dem ersten Teil zu Ende erzählt, gibt sie gibt sie der Geschichte darum einen befriedigenden Abschluss.

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