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Pia Hoeflings (Sinja Dieks) Klettertour endet beinahe in einer Katastrophe. Verzweifelt über einem Abgrund hängend, will die Studentin per Handy Hilfe holen.

TV-Kritik

"Die Bergretter":Tolle Kletter-Action

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Die letzte Folge der "Bergretter" endet mit einem bewegenden Opfertod von Andreas Marthaler (Martin Gruber: Um ein über einem Abgrund baumelndes Mädchen zu retten, schneidet er sein eigenes Sicherungsseil durch und stürzt in die Tiefe. Der neue Chef der Bergretter heißt Markus Kofler (Sebastian Ströbel) und bekommt gleich im Auftakt "Kein Weg zurück" viel zu tun: Pia Hoefling (Sinja Dieks), eine Studentin, die alleine in den Bergen unterwegs ist, stürzt beim Überqueren einer Brücke fast tödlich ab. Ihr Leben hängt buchstäblich nur noch an einem Seil.

Auch zwei Bergretter, die sie retten wollen, geraten in tödliche Gefahr: Der Brückenrest, woran sie hängen, gibt immer mehr nach. Markus Koffler kann zwar helfen, doch der nächste spannende Auftrag lässt nicht auf sich warten: Rupert Meixner (Paul Faßnacht), der mit seinem zwölfjährigen Enkel Florian in den Bergen unterwegs ist, gerät in Lebensgefahr. Wegen der Brücke, die er als defekt erkannte, musste er mit Florian einen Umweg wählen.

 

 

Doch dann entdeckt er, dass es Florian war, der die Brücke manipulierte. Er will nicht mehr zurück zu seinen Eltern im Tal.

Vor Aufregung über seinen Enkel erleidet Rupert einen Herzanfall - und Florian, der nicht erreichbar sein will, hat kein Handy mitgenommen. Dazu kommt: Florians Mutter liebt Markus Koffler. An melodramatischen Verwicklungen herrscht also wieder kein Mangel. Sie sind zudem wirkungsvoll angelegt, vor allem durch die glaubwürdigen und sehr emotional agierenden Charaktere.

 

Dazu sind die einzelnen Handlungsstränge sehr geschickt miteinander verknüpft. Aber vor allem gibt es kräftig Action, wobei "Die Bergretter" munter in die Zitatenkiste greifen: Die Szene mit der Hängebrücke erinnert an "Indiana Jones und der Tempel des Todes" und dazu an den US-Thriller "Mörderischer Vorsprung". Mit der grandiosen Berglandschaft als Hintergrund und dem Helikopter macht sich das auch optisch bestens. Mehr noch: Für etliche Szenen braucht der Zuschauer gute Nerven!

 

 

Es ist die Verbindung verschiedener Genres, welche diese Serie so erfolgreich macht. Heimatfilm, Abenteuerfilm, Familienfilm, Melodram und Krimi: Die Bergretter bedient ein breites Spektrum und verbindet das mit rasanten Plots und spannenden Charakteren, die den Zuschauer auch emotional mitfiebern lassen. Und die Spannung oft geschickt bis zum letzten Moment aufrecht erhalten: Am Ende müssen die Bergretter mit allen Mitteln um das Leben Ruperts kämpfen, während Florians Familie wieder zueinander findet.

 

Die Fans der Serie werden also auch in der neuen Staffel wieder bestens bedient. Der Auftakt besaß echte Kino-Qualitäten und lässt keine Wünsche offen. Und dass Markus Kofler am Ende wieder alleine ist, passt auch besser zu seiner Rolle.

 

   

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