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Der Beschützer gerät selbst in Gefahr

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Von: Martin Schwickert

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In dem dritten Teil der Actionreihe „96 Hours – Taken“ muss Liam Neeson als früherer CIA-Agent ganz allein seine Tochter vor Zuhältern retten.

Der französische Regisseur und Produzent Luc Besson gehört zu den wenigen Europäern, die sich am amerikanischen Markt etabliert haben. Sein Erfolgsrezept ist einfach: Während die US-Studios ihr Geld in immer teurere Großproduktionen stecken, bedient Besson mit Werken wie „Transporter“ oder zuletzt „Three Days to kill“ den Markt für billige Action. Mit „96 Hours – Taken“ landete Besson jedoch einen Überraschungshit. Liam Neeson agiert hier als ehemaliger CIA-Agent, der im Alleingang seine Tochter aus den Fängen eines albanischen Zuhälterringes befreit. Das geradlinige Konzept des Profikillers, der sich, von väterlichen Instinkten getrieben, durch europäische Mafiastrukturen mordet, fand beim amerikanischen Publikum großen Anklang.

In „Taken 3“ gerät nun der unverwüstliche Beschützer selbst ins Fadenkreuz einer mörderischen Verschwörung, als er Ex-Frau Leonore (Famke Janssen) mit durchgeschnittener Kehle auf seinem Bett vorfindet. Von da an ist Bryan Mills auf der Flucht wie einst Richard Kimble und muss von Polizei sowie russischen Mafiakillern gehetzt den Beweis für seine Unschuld erbringen. Dabei schlägt in dem omnipotenten Kämpfer vor allem das Herz eines treusorgenden Vaters, der seine Tochter Kim (Maggie Grace) aus der Gefahrenzone bringen will. Auch in Teil 3 bewährt sich Liam Neeson mit seiner körperlichen Stattlichkeit als rechtschaffener Beschützer, der allen elterlichen Angstfantasien schlagkräftig entgegentritt. Forest Whitaker als aufgeweckter Ermittler ist eine interessante Ergänzung in der recht übersichtlichen Geschichte, deren filmische Umsetzung besonders enttäuschend ausfällt. Teil 2 hatte vor dem illustren Hintergrund Istanbuls mit stilvollen Actioneinlagen gepunktet, die sich tapfer an die Vorlagen der Kollegen Bond und Bourne heranarbeiteten. In „Taken 3“ hingegen verwandelt Regisseur Olivier Megaton Kampfsequenzen und Verfolgungsjagden in hektische, unübersichtliche Schnittorgien und findet keinen eigenen Zugang zur cineastisch doch recht abgenutzten Kulisse von Los Angeles. Annehmbar

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