TV-Kritik

"Dschungelcamp": Maren als Queen

  • VonUlrich Feld
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Der letzte Tag des Dschungelcamps war angebrochen. Rolfe Scheider musste das Camp bereits verlassen und traf die anderen Teilnehmer in der Zivilisation. Das verbliebene Trio rang um die Dschungelkrone und durfte unter drei Proben wählen, "Schnick", Schnack" und "Schnuck" benannt.

Schlangengrube für die Dschungelkönigin

Maren Gilzer entschied sich für "Schnack" und hatte damit gewiss die beste Wahl getroffen. Sich für fünf Minuten in eine Grube mit 40 Schlangen legen: Es dürfte Schlimmeres geben. Sie zeigte sich sogar witzig und schlagfertig. "Nasenklammer soll ja gegen Schnarchen helfen" murmelte sie, als eine Schlange sich um ihre Nase ringelte, und dann: "Ich muss ja wie Medusa aussehen".  Wie hätte sich wohl Dschungelheld Indiana Jones in dieser Prüfung geschlagen? Kinofans wissen ja schon seit seinem ersten Abenteuer, dass der Schatzjäger unter einer Schlangenphobie leidet.

Deutlich mehr zu leiden und zu leisten hatte Tania Tischewitsch bei der Essprüfung. Als ersten Gang gab es eine lebende Wasserspinne. Was sagt eigentlich der Tierschutz zu solchen Spielchen? Anschließend gab es eine Kuh-Oberlippe. Sie kaute lange, die Lippe war wohl noch nicht ganz durch. Aber für so eine Prüfung kann man ja schon mal eine dicke, pardon, zähe Lippe riskieren.

Kakerlaken...

Als nächstes gab es ein Gericht aus Kakerlaken, Mehlwürmern und Sülze, dass sie nicht ganz herunterbrachte. Es folgte ein Stück Kamelhöcker. Seit wann gibt es im Urwald Kamele? Abgerundet wurde das Menü durch eine Buschschwein-Vagina. Nun ja, Sauereien müssten die Teilnehmer des Camps ja mittlerweile gewohnt sein. Genau wie die Zuschauer. Als Lohn gab es viereinhalb Sterne, weil sie die Kakerlaken nicht ganz runterbrachte. Also da hatte es Hollywood-Star und Oscar-Preisträger in seinem 1989 gedrehten Film "Vampires Kiss" leichter: Er musste nur eine Kakerlake verspeisen.

...und noch mehr Kakerlaken

Ziemlich tierisch ging es für Jörn Schlönvoigt weiter. Er musste den Kopf in einen Glashelm stecken und bekam nun in jeder Minute mehr Getier hineingeschüttet. Erst Kakerlaken - schon wieder Schaben, wie langweilig! Es folgten Grillen, Spinnen und Krabben. Jörn atmete zeitweise nur noch stoßweise und litt sichtlich, hielt aber tapfer die geforderten fünf Minuten durch.

Nochmal spannend wurde es anschließend bei der Wahl. Tanja erwischte nur den dritten Platz. Eigentlich schade, durch ihr exotisches Aussehen und das bei der Essprüfung gezeigte Durchhaltevermögen hätte sie eigentlich den Thron verdient gehabt. Jörn schaffte es auf den zweiten Platz und Königin wurde Maren Gilzer! Aber nur wenige in Deutschland dürften wissen, dass es die erste Dschungelkönigin bereits in Jahr 1937 gegeben hat: Die von Will Eisner und Jerry Iger geschaffene Comic-Heldin Sheena.

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