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Julius Cäsar lässt eine Luxussiedlung bauen

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Von: Marc Rybicki

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In dem Zeichentrickfilm „Asterix im Land der Götter“ leistet der spirrige Gallier zusammen mit dem rundlichen Obelix erneut Widerstand gegen die Römer.

Ein kleiner Gallier erobert die Welt. Seit 1959 erlebt „Asterix“ spannende Abenteuer, und seine Popularität hat seither ebenso wenig abgenommen wie die Leibesfülle seines wildschweinvertilgenden Freundes Obelix. 35 Alben, 8 Zeichentrickfilme und 4 Realverfilmungen stehen bislang zu Buche. Auch die Internet-Generation weiß etwas mit dem unbeugsamen Zaubertrankschlürfer anzufangen. Sein jüngster Kino-Ableger hat sogar das Zeug dazu, einen neuen „Asterix“-Boom auszulösen. Die Regisseure Louis Clichy und Alexandre Astier setzen auf schicke 3D-Animationen, ganz dem Trend aktueller Trickfilmproduktionen entsprechend. Die Erzählweise ist dagegen dicht am klassischen Vorbild orientiert, dem 17. Band der Reihe mit dem deutschen Titel „Die Trabentenstadt“.

Um den Widerstand des gallischen Dorfs zu brechen, lässt Julius Cäsar in direkter Nachbarschaft eine Luxussiedlung errichten. Unter Führung des Architekten Quadratus entsteht ein Hochhauskomplex, genannt „Land der Götter“, in dem es bald von römischen Familien wimmelt. Sehr zum Leidwesen von Asterix (deutsche Stimme: Milan Peschel) und Obelix (Charly Hübner), denn die Bauarbeiten vertreiben die Wildschweine aus dem Wald. Außerdem sorgen die Mieter für Unfrieden unter den Dorfbewohnern, die sich vom Glanz der römischen Kultur blenden lassen. Mithilfe von schnellwachsenden Eicheln und den zweifelhaften Sangeskünsten des Barden Troubadix versucht Asterix, die Eindringlinge zu verjagen.

Das Ergebnis ist ein großer Spaß. Seit „Asterix und Kleopatra“ (1968) wurde kein Comic so originalgetreu für die Leinwand umgesetzt. Die hervorragenden Computer-Animationen erwecken Albert Uderzos Zeichnungen liebevoll zum Leben. Selbst der Wortwitz eines René Goscinny findet sich in den Dialogen wieder. Um die Handlung auf 90 Minuten zu strecken, wurde sie sinnvoll durch einige Nebenstränge ergänzt. Außerdem ziehen einige Gallier selbst in das Luxusdomizil ein, was für eine köstliche Szene sorgt, in der Majestix und Co. zu italienischer Pop-Musik „Dolce Vita“ genießen, samt Toga und Thermalbädern. Obendrein gibt es hübsche Anspielungen auf US-Comic-Helden wie „Spiderman“ oder „Captain America“, die Obelix natürlich in die Tasche steckt – beim Teutates! Herausragend

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