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Plötzlich kriegt die Familie auch noch Nachwuchs

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Von: Thomas Ungeheuer

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In Sinan Akkus’ Komödie „3 Türken und ein Baby“ müssen sich lebensuntüchtige Männer um einen Säugling kümmern. Bloß, wie macht man das?

Geheiratet wird immer. Leider haben die drei Brüder Mesut (Eko Fresh), Celal (Kostja Ullmann) und Sami (Kida Kodr Ramadan) nichts davon. In Frankfurt läuft ihr von den Eltern geerbter Brautmodeladen äußerst schlecht. So müssen die drei vollends unbegabten Verkäufer an die eisernen Reserven gehen. Etwas Gold wird verhökert. Allerdings verspielt Celal den Erlös beim Roulette. Seinen Brüdern kann der Pechvogel freilich nichts von der Misere erzählen. Also beschwindelt er sie einfach in Sachen Finanzen. Dann bekommt die Familie auch noch unverhofft Nachwuchs. Schließlich müssen die Brüder sich plötzlich um das Baby von Celals hübscher Ex-Freundin Anna (Jytte-Merle Böhrnsen) kümmern. Kurz vor einem folgenschweren Unfall hatte er sie kennengelernt. Zunächst sollen die Babysitter-Verpflichtungen nur kurze Zeit laufen. Aber dann beginnen sich die wackeren Herren an ihre neuen Vaterrollen zu gewöhnen. Nur die großen finanziellen Nöte bleiben. . .

So furchtbar langweilig hört sich die Geschichte des Drehbuchautoren und Regisseurs Sinan Akkus zunächst gar nicht an. Aber schnell wird klar, dass sie es ist. Schon allein Akkus’ schludrige Figurenzeichnung sorgt dafür, dass man keinen der Charaktere als wirklich reizvoll empfindet. Zudem erscheinen deren Handlungen eher merkwürdig als komisch. Und die Dialoge? Zu oft derb, dumpf und dumm. Wie sich aus all dem noch eine interessante Handlung entwickeln soll, fragt man sich wiederkehrend beim Blick auf die Leinwand, um am Ende resigniert festzustellen, dass man über das Leben von Türken in Deutschland wirklich überhaupt nichts von Belang erfahren hat. Entbehrlich

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