1. Startseite
  2. Film, TV & Serien

"Die Porsche-Story": Benzin im Blut

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Ulrich Feld

Kommentare

Autofans weltweit sind fasziniert von Porsche - und das seit Jahrzehnten. Doch was macht Porsche aus?
Autofans weltweit sind fasziniert von Porsche - und das seit Jahrzehnten. Doch was macht Porsche aus? © Klausdieter Hertler

Klei

Kleine Jungs träumen von ihm – aber auch viele Erwachsene. Viele Stars haben einen oder mehrere  in der Garage stehen, aber auch "Tatort"-Kommissar Thorsten Lannert alias Schauspieler Richy Müller, der ihn auch privat bewegt, möchte nicht auf ihn verzichten: den Porsche. Ein Familienname, der zum Synonym für sportliche Autos schlechthin wurde. Dass die Sportwagen trotz Mondpreisen immer noch als alltagsnah gelten, liegt wohl an ihrem Ursprung, dem VW Käfer. Design-Professor Lutz Fügener analysiert vor laufender Kamera die Form des ewig jungen Klassikers, des Porsche 911.

Natürlich ist die Form extrem wichtig, ein Porsche wird außer mit viel Geld vor allem mit dem Herzen gekauft. Dazu der Klang, jenes charakteristische Sägen, das Fans selbst im dichtesten Verkehr heraushören. Ein emotionaler Höhenflug, den diejenigen, die sich ihren Traum vom eigenen Porsche erfüllt haben, auch gerne mit anderen Porschefahrern teilen. Dazu muss man nicht mal rasen. Auch Autos mit mehreren hundert PS hinter dem Fahrer laden zu gemütlichem Spazierfahren auf der Landstraße ein.

Mit Ferdinand Porsche begann es

Der Film widmet sich auch der Geschichte der Marke, die mit Ferdinand Porsche bei dem Auto-Hersteller Austro-Daimlerschon vor dem ersten Weltkrieg begann. Die legendären Mercedes-Kompressor-Wagen der zwanziger Jahre entstanden unter seiner Regie, wie auch später der VW Käfer. Im Jahr 1939 wollte VW die Leistungsfähigkeit des Wagens durch ein spektakuläres Autorennen von Berlin nach Rom demonstrieren und stellte dafür einen Sportwagen auf die Räder, der die Form des späteren Porsche 356 teilweise vorwegnahm.

Die Dokumentation widmet sich vor allem der Rettung der Marke durch Wendelin Wiedeking in den neunziger Jahren, als Porsche kurz vor dem Ende stand. Unter Wiedeking, der in dem Film auch persönlich vor die Kamera tritt, wurde der Pleitekandidat zum Star am Autohimmel.  Eine wesentliche Rolle spielte dabei der Porsche Boxster, der einem Klassiker der Marke nachempfunden war: dem Rennwagen Porsche 550, mit dem unter anderem die Renn-Asse Hanns Herrmann und Herbert Linge im Straßenrennen Mille Miglia in Italien brillierten.

Legendäre Rennfahrer mit spektakulärem Fahrmanöver

Die extrem flache Bauweise des Wagens ermöglichte ein extrem riskantes Fahrmanöver unter einer geschlossenen Bahnschranke hindurch. Noch berühmter wurde der Porsche 550 als das Auto, in dem der Schauspieler James Dean tödlich verunglückte.  In den USA war Porsche in den fünfziger Jahren der automobile Antityp zu den riesigen Wagen aus einheimischer Produktion. Viele Motorsporterfolge halfen dabei, den Mythos Porsche auch dort zu etablieren.

Die Dokumentation widmet sich unter Aspekten wie Design, Rennsport und Börsengeschäfte der Geschichte der Marke Porsche. Herausgekommen ist dabei ein höchst unterhaltsamer und emotionaler Rückblick, der nicht nur Autofanatikern gefallen dürfte.

Die ganze Dokumentation gibt es

Auch interessant

Kommentare