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Alles, was der sagenhafte König Midas berührte, wurde zu Gold. Tad Stones ist nun zusammen mit der Archäologin Sara auf der Suche nach dem Geheimnis und dem Schatz des griechischen Herrschers.

Animationsfilm

Der Schatz des Herrschers könnte eine Goldgrube sein

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In dem Werk der spanischen Regisseure Enrique Gato und David Alonso wird ein Bauarbeiter zum Archäologen. „Indiana Jones“ lässt grüßen.

Es gibt Menschen, deren Träume andere nicht ernst nehmen. Zwar arbeitet Tad Stones als Bauarbeiter. Viel lieber würde er jedoch Archäologe sein. Von seinen Kollegen wird der tollpatschige Kerl dafür nur belächelt. Tatsächlich verblüfft er sie, als sich die berühmte Archäologin Sara Lavrof bei ihm meldet. Natürlich kennt er die engagierte Wissenschaftlerin. Nachdem sie ihn sogar einmal geküsst hat, schwärmt Tad für die junge Frau. Sensationell: Sara hat eine Papyrus-Rolle des antiken König Midas gefunden. Sie glaubt, mit dem Dokument den Beweis in Händen zu haben, dass sich alles, was Midas berührte, in Gold verwandelte. Eine Goldkette gibt Sara jedoch Rätsel auf. Zu dem Vortrag, bei dem Sara ihre Forschungsergebnisse vorstellen will, reist Tad an. Hier wird er Zeuge der grausigen Entführung von Sara.

Der Millionär Jack Rackham steckt dahinter. Mit Saras Hilfe will er sich sämtliche auf der Welt verstreuten Glieder der Goldkette besorgen. Für den unerschrockenen Helden Tad kann dies nur bedeuten: Er muss Sara aus den Fängen des Machthungrigen befreien. Gottlob ist Tad nicht allein. Saras Assistentin, sein lieber Hund Jeff, Saras Papagei und eine schrille Mumie wollen ihm zur Seite stehen.

Keine Frage: „Tad Stones und das Geheimnis von König Midas“ ist ein Abenteuerfilm. Seine spanischen Regisseure Enrique Gato und David Alonso lehnen sich in ihrer Inszenierung stark an die Filme an, die sich in den 80er Jahren um „Indiana Jones“ drehten. Auch hier gibt es viele Verfolgungsjagden und Action. Neu ist freilich das hohe Tempo, welches das Drehbuch von Jordi Gasull, Javier Barreira und Neil Landau fordert. Mitunter wünschte man sich mehr Zeit, um die Eigenheiten der fremden Orte, zu denen Tad Stones’ Reise führt, zu erkunden. Obwohl dieser spanische Animationsfilm in seiner Bildgestaltung liebevoll geraten ist, besitzt er nicht den Detailreichtum ähnlicher Produktionen aus amerikanischen Studios. Auch steckt die Geschichte nicht unbedingt voller Überraschungen. Arg selten verbirgt sich anspruchsvoller Hintersinn in den leicht nachvollziehbaren Dialogen.

Was diesen Animationsfilm hingegen nicht nur für Kinder, sondern auch für Erwachsene reizvoll macht, sind die originell gezeichneten Nebenfiguren, die Tad Stones auf seinem turbulenten Abenteuer begleiten. Mit ihnen darf man ein Fest des skurrilen spanischen Humors feiern, der mit viel Slapstick angereichert ist. Annehmbar

In diesen Kinos

Frankfurt: Cinestar, E-Kinos, Metropolis. Sulzbach: Kinopolis. Limburg: Cineplex. Hanau: Kinopolis. Mainz: Cinestar

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