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Zwischen Henning (Henning Gronkowski), Leila (Leila Lowfire), Mela (Mela Feigenbaum) gibt es eine heiße Beziehung. Bild: ZDF und Klaus Lemke

TV Kritik

"Unterwäschelügen": Eine heiße Mischung

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Der Titel verrät es schon: Hier geht es um Sex. Um Crime. Um Henning (Henning Gronkowski), Mela (Mela Feigenbaum) und Leila (Leila Lowfire). Um einen locker-leichten Hallodri, eine Kunststudentin und ein Möchtegern-Callgirl. Um amouröse Verwicklungen, die schon von Beginn an hohe Erwartungen wecken, denn das hier ist ein Film von Klaus Lemke, dem großen Improvisario des deutschen Kinos.

 

Wenn schon die Rollencharaktere die gleichen Vornamen tragen wie ihre Schauspieler, dann verspricht das auch eine besondere Authentizität. Und weckt Erinnerungen an jenen Streifen, über den einst viele den Kopf schüttelten: "Das große Fressen", der ungefähr um die Zeit entstand, als Lemke mit "Rocker" seinen großen Durchbruch erlebte. Es handelte sich bei "Das große Fressen" weniger um eine halbwegs sinnvolle Geschichte als um gezielte filmische Provokation.

Ganz so weit geht "Unterwäschelügen" zum Glück nicht, aber dennoch weit genug. Es hat schon seine Gründe, warum das ZDF das Werk im Mitternachtsprogramm versteckt. Mit mangelnder Qualität hat das garantiert nichts zu tun. Wie heißt es darin doch so schön? "Eine Frau ist die einzige Beute, die ihrem Jäger auflauert". Gelauert wird hier nicht wenig, mit meist eindeutiger Absicht. Und wenn es nicht direkt um Sex geht, reden die Protagonisten auch gerne einmal darüber.

 

Dass es dabei oft sehr pointiert und mit trockenem Witz zugeht, macht viel von Charme dieses Films aus. Und das, obwohl Lemke doch angeblich keine Drehbücher mag. Dazu kommt, wie oft bei Lemke, jenes Direkte, Unverstellte, das einst die besondere Wirkung des Neuen Deutschen Films ausmachte und das in dieser Form heute höchstens noch von Regisseur und Schauspieler Axel Ranisch ("Alki, Alki") umgesetzt wird.

Dass Lemkes Film nie ziellos, öde und gewollt wirkt, spricht viel für die glückliche Hand, die er bei der Auswahl seiner Schauspieler hat. Lemke führt sie am lockeren Zügel, gibt ihnen viel Freiraum und tut auch gut daran. Leila Lowfire, die hier in einer besonders schillernden Rolle glänzt, machte kürzlich Schlagzeilen als mögliche Freundin von Rammstein-Sänger Till Lindemann.

 

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