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Viva ist Geschichte: Darum macht der erste Satz von Heike Makatsch aus dem Jahr 1993 heute traurig

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Von: Ronja Menzel

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Heike Makatsch moderierte die erste Folge von Viva im Jahr 1993
Heike Makatsch moderierte die erste Folge von Viva im Jahr 1993 © dpa / Britta Pedersen

Was sich lange abgezeichnet hat, ist bald traurige Wahrheit: Viva macht Ende des Jahres die Schotten dicht. Nach 25 Jahren verabschiedet sich der Sender, der sich mittlerweile den Sendeplatz mit Comedy Central geteilt hat.

„Viva wird eingestellt!“ Diese Meldung stimmte wohl so einige Kinder der 90er traurig, auch wenn der Musiksender schon ziemlich lange in Vergessenheit geraten ist. Während sich die Jugendlichen heute vielleicht fragen „Was ist Viva?“ und „Warum sollte man sich Musikvideos im Fernsehen ansehen?“, werden bei den Millenials Erinnerungen wach. Denn damals gab es kein Spotify, kein Instagram, kein Youtube und kein Smartphone. Damals hieß es: Schule aus, heim auf die Couch und Viva an. Für eine ganze Generation geht mit dem Sender-Aus eine Ära zu Ende.

Zwei Gesichter von Viva: Moderatorin Gülcan und Collien
Zwei Gesichter von Viva: Moderatorin Gülcan und Collien © picture-alliance/ dpa / Rolf Vennenbernd

Die erste Viva-Folge - 1993

Rückblick: Es ist der 01.Dezember 1993 und um zwölf Uhr wird die allererste Sendung ausgestrahlt. In einem schmucklosen, leeren Studio stehen beziehungsweise lümmeln drei blutjunge Moderatoren: Heike Makatsch, Mola Adebisi und Nilz Bokelberg. Alle drei im klasischen 90er-Jahre-Look. Heike hat die Haare rot gefärbt und trägt ein brauchfreies Shirt, Nilz einen übergroßen XXL-Pullover und eine geringelte Bommelmütze, Mola erstrahlt im übergroßen Kurzarm-Hemd. 

Viva als Sprachrohr einer ganzen Generation

Heikes ersten Sätze machen im Rückblick richtig traurig: „Wir sind mehr als nur ein Fernsehsender, denn wir sind euer Sprachrohr und euer Freund. Ab heute bleiben wir für immer zusammen, ok?!“ Wie wir jetzt wissen, ist es leider nicht so. Bei Viva gehen die Lichter aus. Für immer.

Viva-Urgestein Mola Adebisi war über zehn Jahre beim Sender
Viva-Urgestein Mola Adebisi war über zehn Jahre beim Sender © dpa / Roland Scheidemann

Danach wird der erste Clip eingeblendet und zwar von einer Band, die „so ist wie Viva“ und damals so alt wie ihre Zielgruppe. Die Fantastischen 4 mit „Zu geil für diese Welt“. Heute ist die Band immer noch im Geschäft und ihr neuer Hit „Zusammen“ feat. Clueso der WM-Song 2018.

Heike Makatsch, Nilz Bokelberg & Mola Adebisi bei der ersten Sendung
Heike Makatsch, Nilz Bokelberg & Mola Adebisi bei der ersten Sendung © -

Viva als Karriere-Sprungbrett

Viva war für viele der ehemaligen Moderatoren ein großes Sprungbrett für die weitere TV-Karriere. Stefan Raab gelang beim Kult-Sender der Durchbruch. Doch auch viele andere, die bis heute noch fest im deutschen Fernsehen verankert sind, wurden dank Viva bekannt: Aleksandra Bechtel, Johana Klum, Enie van de Meiklokjes, Klaas Heufer-Umlauf, Sarah Kuttner, Oliver Pocher, Palina Rojinksi, Tobias Schlegl, Charlotte Roche und Jessica Schwarz. Ein paar äußerten sich auch zum Sender-Aus.

Lesen Sie auch: Viva nach 25 Jahren abgeschaltet: So verabschiedete sich der Sender

Stefan Raab bei Viva zum Sendestart 1993
Stefan Raab bei Viva zum Sendestart 1993 © -

So melden sich die Ex-Viva-Moderatoren zu Wort

Sarah Kuttner zum Beispiel gab bei Twitter ironisch überspitzt ein Statement zur Schock-Meldung ab mit der Einleitung „Schüssi Viva“. Sie beschwert sich über den, von Viva verpassten, Look ihres ersten Pressefotos.

Mola Adebisi bedankt sich mit einem Post auf Facebook bei Viva. Der Sender sei selbst heute noch ein großer Teil in seinem Leben und der Grund, warum man ihn auf der Straße erkenne. Nostalgisch blickt er zurück: „Du hast mich 10 Jahre lang ernährt. Mein Auto, meine Wohnung mein Leben hast du bezahlt. Dafür danke ich dir!!!“

Mola Adebisi sagt Aufvivasehen!!
Mola Adebisi sagt Aufvivasehen!! © Facebook/Mola Adebisi

Klaas Heufer-Umlauf postet nur einen vielsagenden, weinenden Tränen-Smiley zur Nachricht, dass Viva eingestellt wird.

Auch die Konkurrenz meldet sich zu Wort. Christian Ulmen, der zusammen mit Nora Tschirmer für MTV moderiert hat, hat das Sende-Aus laut seinem Post schon immer vorhergesehen.

rm

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