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Dr. Knock (Omar Sy) trifft mit dem Zug an seinem neuen Wirkungsort ein. In der französischen Provinz wird er auf lauter Gesunde treffen, die er irgendwie zu seinen Patienten machen will.

Tragikomödie "Docteur Knock"

Völlig gesund – bis der Arzt kommt

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Unter der Regie von Lorraine Lévy spielt Omar Sy einen Mediziner, der in einem französischen Provinzstädtchen viel Gutes tut – vor allem für sich selbst.

Kann ein Mensch vor seiner dunklen Vergangenheit fliehen? Ja. Ohne auch nur die geringste Ahnung von Medizin zu haben, verbringt der Spieler und Kleinkriminelle Knock (Omar Sy) einige Zeit als Schiffsarzt auf hoher See. Damit ist bei dem Hochstapler die Leidenschaft für die Kunst des Heilens geweckt. Er studiert und übernimmt danach in dem schönen französischen Städtchen Saint-Maurice die Praxis des alten Arztes Dr. Parpaid (Nicolas Marié). Leider muss Knock bald erfahren, das fast alle im Dorf gesund sind. So spannt er den treudoofen Briefträger (Christian Hecq) ein. Er soll den Dorfbewohnern mitteilen, dass es jeden Dienstag eine kostenlose Sprechstunde gibt. Zack, schon ist das Wartezimmer voll!

Knock gibt sich ebenso wissend wie freundlich, wenn er sich für jeden beschwerdefreien Patienten die geeignete Krankheit einfallen lässt. Freilich denkt er hierbei mehr an sein Geld als an das Wohl der Patienten. Aber die arglosen Menschen im Dorf sind begeistert von dem attraktiven, stets elegant gekleideten Mediziner.

Schließlich geht er auch in die Schule, um den neugierigen Kindern zu erzählen, wie bedeutsam Gesundheitsvorsorge ist. Und mit Adèle (Ana Girardot) wird sich sogar eine junge Frau in den Charmeur verlieben. Da grenzt es fast an ein Wunder, dass Pfarrer Lupus (Alex Lutz) dem allzu wohltätigen Medizinmann misstraut.

Die Tragikomödie „Docteur Knock – Ein Arzt mit gewissen Nebenwirkungen“ basiert auf einem Klassiker von Jules Romains, der in den 20er Jahren spielt. Allerdings siedelt die französische Regisseurin und Drehbuchautorin Lorraine Lévy ihre Geschichte in den 50ern an. Auch ist ihr Docteur Knock kein zynischer Tyrann, sondern eine außergewöhnlich sympathische Figur, die Omar Sy („Ziemlich beste Freunde“) mit viel Leben füllt. Dieser Knock passt wunderbar in das idyllische Saint-Maurice, einen Ort, an dem stets die Sonne scheint und gute Laune herrscht.

Die Kulissen, Ausstattung und Kostüme wirken liebevoll ausgewählt. Somit hätte ein sehenswerter Film entstehen können, wenn die Autorenfilmerin Lorraine Lévy sich tiefergehender mit der Zeichnung ihrer Charaktere beschäftigt hätte. Aber mit dem Voranschreiten der wenig spannenden Handlung empfindet man die leichte Überzeichnung aller Figuren als mehr und mehr entnervend. Zudem weicht der stilvolle Klamauk zum Ende hin einem plumpen Fäkalhumor, der nicht in diesen brav inszenierten Film passt. Schwach

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Frankfurt: Cinema (D+OmU)

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