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Langer Weg zur Unfreiheit

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Pendler haben es schwer. Nicht nur dass sie früher aufstehen müssen, um in Staus oder unpünktlichen Bahnen ihren Arbeitstag zu beginnen. Es nimmt sie auch noch mit.

Pendler haben es schwer. Nicht nur dass sie früher aufstehen müssen, um in Staus oder unpünktlichen Bahnen ihren Arbeitstag zu beginnen. Es nimmt sie auch noch mit. Und damit ist leider kein anderes Auto gemeint.

Laut einer AOK-Studie schlagen weite Arbeitswege den Betroffenen aufs Gemüt. Denn wenn Weg und Ziel gleichermaßen unattraktiv sind, hilft auch nicht mehr der Satz „Der Weg ist das Ziel.“ Im Gegenteil. Analog zu Nelson Mandelas Autobiographie „Der lange Weg zur Freiheit“ heißt das innere Buch des Pendlers „Der lange Weg zur Unfreiheit“. Nach AOK-Angaben steigt das Risiko einer Arbeitsunfähigkeit. Vermutlich auch das Risiko des Nachdenkens, das in Einzelfällen zur bitteren Erkenntnis führen kann: Einige Kollegen oder Chefs sind gefühlt arbeitsunfähig. Allerdings während sie arbeiten.

Vielleicht schaffen es jedoch einige, ihre lange Anfahrt auch mal positiv zu sehen. Wer nämlich den Weg zur Arbeit mit all seinen Strapazen überlebt hat, sagt sich manchmal schon zu Beginn des Arbeitstages: „Ab jetzt kann es nur besser werden.“

Das erweist sich im Laufe des Tages natürlich als Trugschluss. Aber bis er zu Hause ankommt, ist so viel Zeit vergangen, dass man das schon wieder vergessen hat.

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