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Tag des Löschens

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Für alles gibt es einen Tag – sogar für das Butterbrot oder die Jogginghose. Aber ein wichtiger Tag fehlt bislang leider völlig: der Tag des Löschens.

Für alles gibt es einen Tag – sogar für das Butterbrot oder die Jogginghose. Aber ein wichtiger Tag fehlt bislang leider völlig: der Tag des Löschens.

Dieser sollte allerdings kein bloßer Gedenktag sein. Sondern ein Tag, an dem jeder einmal ausgiebig Zeit hat, seine überlaufenden Postfächer, Computer- und Smartphonespeicher zu entmüllen. Selbstverständlich müssten Arbeitnehmer dafür bei vollem Lohnausgleich freigestellt werden und Hausfrauen und -männer dafür eine Hilfe gestellt bekommen. Sonst bleibt für das Löschen einfach nicht genug Zeit.

Dieser wichtige Schritt im Kampf gegen die digitale Vermüllung wird aber bislang leider noch von keiner politischen Partei gefordert. Deswegen haben manche überforderte Arbeitnehmer inzwischen klammheimlich kapituliert und lassen ihre Postfächer öfter volllaufen als sich selbst. Denn selbst mit allergrößten, ja fast übermenschlichen Anstrengungen schaffen sie es meistens, nur eine einzige Mail zu löschen: diejenige, die ihnen mitteilt, dass ihr Postfach schon wieder voll ist.

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