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Riechende Speisen

Österreich greift durch, und das ist wirklich unterirdisch. Sind doch in der Wiener U-Bahn künftig stark riechende Speisen wie Leberkäse, Pizza, Döner oder Nudelgerichte verboten. Das kann kein Vorbild sein.

Österreich greift durch, und das ist wirklich unterirdisch. Sind doch in der Wiener U-Bahn künftig stark riechende Speisen wie Leberkäse, Pizza, Döner oder Nudelgerichte verboten. Das kann kein Vorbild sein.

Sicherlich – was den Leberkäse betrifft, so würden manche Norddeutsche sagen: Beim Übertreten der Geschmacksgrenze sofort wieder dorthin abschieben, wo er hergekommen ist! Aber das liegt weniger am Geruch, sondern vielmehr am Anblick und Aroma der seltsamen Scheibe, die zudem noch falsch deklariert ist. Schließlich steckt in ihr weit weniger Käsepotenzial als in manchem Käseblatt oder Käsefuß.

Gerade letzterer zeigt, wie wichtig stark riechende Speisen in Bus und Bahn sein können. Übertünchen sie doch zumindest die Gerüche, die im Sommer von müffelnden Mitmenschen ausgehen.

Das lässt sich vergleichen mit dem Schwenken von Weihrauch, das im Wallfahrtsort Santiago de Compostela den Schweißgeruch der Pilger überdecken soll.

Und wer jetzt meint, dieser Vergleich stinke zum Himmel, hat natürlich recht.

Aber auch dort kann das glücklicherweise neutralisiert werden – mit stark riechenden Speisen im Flugzeug.

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