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Überall ist Sport

„Überall ist Wunderland, überall ist Leben,“ dichtete einst Joachim Ringelnatz. Aber heute dürfte er danach nicht vom „Strumpfenband“ seiner Tante sprechen.

„Überall ist Wunderland, überall ist Leben,“ dichtete einst Joachim Ringelnatz. Aber heute dürfte er danach nicht vom „Strumpfenband“ seiner Tante sprechen. Sondern müsste ergänzen: Überall ist Sport.

So verbringen sportliche Männer laut einer Forsa-Umfrage viereinhalb Stunden pro Woche mit dem Training, Frauen 3,9 Stunden. Diese halbe Stunde Unterschied erklärt dann auch, warum Männer sich ansonsten viel mehr schonen müssen – etwa bei Beziehungsgesprächen oder der Hausarbeit. Zwar erfordert Putzen ebenfalls Bewegung und dehnt die wichtigen Schmutzbeseitigungsmuskeln, den Gegenspielern der Verschmutzungsmuskeln. Es kann aber wegen der eher uncoolen Accessoires wie Lappen und Eimer nicht als Sportart gewertet werden.

Viel beliebter ist da das Radfahren, das 27 Prozent als ihre Sportart nennen – hinzu kommen noch die Norddeutschen, für die es eine normale Fortbewegung ist. Zudem joggen 17 Prozent, 16 Prozent schwimmen. Und genau nachgefragt werden sollte bei all diesen Angaben nicht. Sonst erreicht die Sportlichkeit geradezu bedenkliche Ausmaße. Denn auf die Frage, ob sie ihr Hetzen zur S-Bahn schon als Joggen zählen, geraten manche bereits ins Schwimmen.

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