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Unsportunfall

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Sportunfälle sind nicht schön, aber doch irgendwie cool. Zeigt doch der Betroffene damit: Ich kann Tennisspielen, Fußballspielen oder Skifahren – und mache das so häufig, dass ich mich dabei rein zufällig auch mal verletzt habe.

Sportunfälle sind nicht schön, aber doch irgendwie cool. Zeigt doch der Betroffene damit: Ich kann Tennisspielen, Fußballspielen oder Skifahren – und mache das so häufig, dass ich mich dabei rein zufällig auch mal verletzt habe. Leider gilt das nicht für den Unsportunfall.

Denn wer über den eigenen Koffer fällt, ausrutscht oder auf Kopfsteinpflaster einfach umknickt, kann für die zugrundeliegenden Tätigkeiten keine Lorbeeren ernten. Vielmehr halten ihn die Mitmenschen für unfähig, selbst die einfachsten Alltagsverrichtungen unfallfrei zu erledigen. Aber das ist unfair.

Ließe sich doch aus solchen Missgeschicken auch schließen, dass der Verunglückte in der Lage ist, den Sportbegriff auszuweiten. Gemäß dem Motto: Jeder Gang macht schlank, jede Bewegung ist Sport. Er weiß eben, dass das Zug-Hinterherlaufen viel wilder sein kann als Joggen und der Gang übers Kopfsteinpflaster ein Balanceakt ist. Von der bislang unterschätzten Yoga-Übung „Der ausrutschende Hund“ auf eisglatten Wegen ganz zu schweigen.

Und das alles mag zwar nicht zutreffen. Es vehement zu vertreten, ist aber bereits ganz schön

sportlich.

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