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Sex unter Freunden

Der heute gefeierte Tag der Freundschaft ist auch nicht mehr, was er einmal war. Denn es geht dabei offenbar nicht immer nur um eine emotional-geistige Verbundenheit. Sondern auch um Sex.

Der heute gefeierte Tag der Freundschaft ist auch nicht mehr, was er einmal war. Denn es geht dabei offenbar nicht immer nur um eine emotional-geistige Verbundenheit. Sondern auch um Sex.

Laut einer YouGov-Umfrage zumindest findet jeder Dritte Sex unter Freunden in Ordnung. Das gilt heute als „Freundschaft plus“. Analog dazu bezeichnet dann „Freundschaft minus“ vermutlich eine Facebook-Freundschaft mit Unbekannten – also Freundschaft mangels Bekanntschaft. Und „Liebe minus“ dann eine platonische Liebe. Aber bevor noch jemand aus der Glosse aussteigt: zurück zum Sex.

Dass dieser immerhin gelegentlich in freundschaftlichem Einvernehmen stattfindet, mag mancher in #MeToo-Zeiten schon als Fortschritt werten. Andere sehen dadurch die reine Freundschaft gefährdet oder die romantische Liebe unterbewertet. Glauben doch manche immer noch, dass die ganze Liebe mehr ist als die Summe ihrer Teile und Körperteile. Aber das sind natürlich hoffnungslose Romantiker oder Frauen, im schlimmsten Fall beides.

Möglicherweise ist aber auch alles nur eine Frage der Bezeichnung. Denn unter Berufung auf weit entfernte Freunde von Freunden von Freunden gibt es Sex unter Freunden schon sehr lange. Manche nennen ihn nur „Ehe“.

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