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Wildkräuter sind fast vergessen

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Sie liefern wie auch die Kulturpflanzen nicht nur Chlorophyll, die wahrscheinlich am meisten gesundheitsfördernde Nahrungskomponente, sondern sind diesen weit überlegen, weil sie alle lebenswichtigen

Sie liefern wie auch die Kulturpflanzen nicht nur Chlorophyll, die wahrscheinlich am meisten gesundheitsfördernde Nahrungskomponente, sondern sind diesen weit überlegen, weil sie alle lebenswichtigen Nährstoffe, alle Fettsäuren in ausreichender Menge sowie deutlich mehr Bitterstoffe, Gerbstoffe und Pflanzenhormone enthalten. Wildkräuter wachsen ohne jegliche Hilfe, stehen kostenfrei zur Verfügung und sind teilweise das ganze Jahr verfügbar. Im Kühlschrank halten sie sich gewaschen bis zu fünf Tagen. Viele wachsen in Gärten als ungeliebtes scheinbares Unkraut. Die drei häufigsten, auch Heilpflanzen, sind: Giersch, Brennnessel und Spitzwegerich.

Giersch finden Sie in fast allen Gärten in schattiger Lage. Seine Erntezeit ist von März bis November. Getrocknet hält er ein Jahr. Essbar ist die komplette Pflanze. Besonders schmackhaft sind die jungen Blätter mit Blüten und Stängel. Sein Geschmack erinnert an Petersilie. Er schmeckt herrlich in Salaten. Gemischt mit Bärlauch, Olivenöl und Meersalz entsteht ein delikates verdauungsanregendes Pesto zu Pasta, Kartoffeln oder Spargel.

Viele fürchten die Brennnessel, aber alles von ihr ist essbar. Stängel, Blüten, Blätter, Samen eignen sich hervorragend für grüne Smoothies. Ernten Sie mit Handschuhen und schneiden Sie etwa 10 cm von den Spitzen ab. Im Sommer getrocknet dient sie im Winter als wohlschmeckendes Gewürz auf Salaten und Gemüse. Sie besitzt zehn Mal mehr Eiweiß, 25 Mal mehr Vitamin C und 15 Mal mehr Calcium als Kopfsalat. Ihre Heilwirkungen erstrecken sich auf den gesamten Körper. Als Tee oder Gemüse schafft sie Linderung bei Reizdarm und entzündlichen Darmkrankheiten.

Spitzwegerich ist eine der ältesten Heilpflanzen, die es ganzjährig gibt. Sie finden ihn auf lehmigen Wiesen und Äckern. Sie können die gesamte Pflanze verwenden. Besonders gut schmecken die jungen zarten Blätter und Knospen, die einen Champignon-artigen Geschmack haben. Er wirkt blutreinigend und gegen krankhafte Keime. Auflagen aus seinen frischen Blättern helfen bei Verletzungen, Wunden, Entzündungen der Haut und Insektenstichen. Augenentzündungen können mit Tee oder Saft aus ihm gut behandelt werden.

(pbr)

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