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Kolumne

Wutnarren ohne Konfetti

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Es ist Zeit, Vorurteile abzubauen. Besonders gegenüber einer Gruppe, die aufgrund ihrer unverständlichen Sprache, seltsamen Gebräuche und Migrationsbewegungen immer wieder misstrauisch beäugt wird. Die Rede ist von den Schwaben.

Es ist Zeit, Vorurteile abzubauen. Besonders gegenüber einer Gruppe, die aufgrund ihrer unverständlichen Sprache, seltsamen Gebräuche und Migrationsbewegungen immer wieder misstrauisch beäugt wird. Die Rede ist von den Schwaben.

Denn eine Nachricht lässt die putzig-fremdartigen Süddeutschen in völlig neuem Licht erscheinen: Stuttgart hat für den Fastnachtsumzug ein Konfetti-Verbot erlassen! Nur damit der Schlossplatz hinterher nicht gereinigt werden muss! Das bedeutet: Die Schwaben sehen in der Kehrwoche offenbar kein Lebenselixier mehr, und ihr sprichwörtlicher Fleiß hat gelitten.

Möglicherweise gehen die Konfetti-Konflikte damit aber erst los. So könnten sich – analog zu den Wutbürgern – in der Schwabenmetropole nun Wutnarren zusammenrotten. Diese machen dann aus alten Plänen des Bahnhofs Stuttgart 21 Konfetti, werfen diesen aber nur unterirdisch.

Gerüchteweise verschärft sich die Lage bereits in einigen Restaurants, wo konfettilose Gäste „Maul!“ rufen und nur ein leises „Tasche“ nachschieben. Und die schwäbischen Gastronomen sind gegen weitere Eskalationen völlig machtlos. Denn es ist in Stuttgart zwar möglich, mit Kanonen auf Spatzen zu schießen. Aber nicht mit Gulaschkanonen auf Spätzle.

(rolfs)

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