Um Himmels Willen
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Im Frühjahr 2021 startet die letzte Staffel mit Fritz Wepper und Janina Hartwig. Foto: Ursula Düren/dpa

Letzte Staffel im Frühjahr

ARD-Erfolgsserie «Um Himmels Willen» wird abgesetzt

Nach 20 Staffeln soll Schluss sein: Zwei Jahrzehnte lang versammelte «Um Himmels Willen» ein Millionenpublikum vor dem Fernseher. Nun wird die Serie um Bürgermeister Wöller und Kloster Kaltenthal eingestellt. Die ARD deutet an, was künftig am Dienstagabend laufen soll.

München (dpa) - Nach fast 20 Jahren wird die ARD-Erfolgsserie «Um Himmels Willen» abgesetzt. «Wir sind der festen Überzeugung, dass man aufhören sollte, wenn es am schönsten ist», sagte die Leiterin der ARD-Gemeinschaftsredaktion Serien im Hauptabendprogramm, Jana Brandt, einer Mitteilung zufolge.

Weitere Gründe für das Serienaus nannte sie nicht. «So viel sei verraten: Wir setzen auch zukünftig am Dienstagabend auf Unterhaltung für die ganze Familie», hieß es weiter, ohne dass die ARD dazu Einzelheiten preisgab.

«Um Himmels Willen» lief seit Januar 2002 am Dienstagabend im Ersten. Von Anfang an dabei war Fritz Wepper (79) in der Rolle des Wolfgang Wöller, Bürgermeister des fiktiven Städtchens Kaltenthal. Wie es in der ARD-Mitteilung hieß, geht es in der Serie um einen «liebevoll-frotzeligen Schlagabtausch» zwischen Wöller und den Nonnen des örtlichen Klosters.

Im Frühjahr 2021 soll die 20. und dann letzte Staffel mit 13 neuen Folgen laufen. Mitwirken wird in der Jubiläumsstaffel auch Janina Hartwig (59) als Schwester Hanna - neben «vielen weiteren Kolleginnen und Kollegen, die teilweise seit der ersten Folge mit an Bord sind», wie es hieß. Nach dann 260 Episoden sei es Zeit für Neues, kündigte Brandt an.

Drehbeginn für die neue und letzte Staffel war am 24. Juni dieses Jahres. Drehorte waren Landshut und Niederaichbach in Niederbayern sowie München und Umgebung. Im Sommer sprach die ARD noch von einer «der erfolgreichsten Serien im Ersten». Sie galt lange als Quotengarant. Zum Beginn der zehnten Staffel im Jahr 2011 hatte die ARD mitgeteilt, dass in den ersten 117 Folgen durchschnittlich 7,31 Millionen Zuschauer eingeschaltet hätten, was einem Marktanteil von 22 Prozent entsprochen habe.

«Wir haben die Chance, dass wir in einer Welt, die zunehmend voller Spannungen und Angst ist, etwas Entspannung zeigen», sagte einmal Fritz Wepper über die Serie. «Wir kommen unmittelbar nach der 'Tagesschau' mit grauenvollen Klimaprognosen, Bad News und politischen Krisen. Das ist aus meiner Sicht eine starke Belastung für die Psyche der Menschen. Unsere Zuschauer wissen, welches Format auf sie zukommt.»

Für Entspannung bei vielen Fans dürfte «Um Himmels Willen» auch aktuell in der Corona-Krise sorgen, die übrigens auch in der neuen und letzten Staffel nicht thematisiert werden soll. Die Drehbücher seien schlicht schon fertig und somit kein Platz mehr für Corona gewesen, hatte der Geschäftsführer der Produktionsfirma ndF, Matthias Walther, vor einigen Monaten erklärt.

© dpa-infocom, dpa:201129-99-503387/4

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