Fulda und Petersberg bewerben sich um Kulturerbe-Siegel

Die Stadt Fulda und die benachbarte Gemeinde Petersberg bewerben sich gemeinsam um das Europäische Kulturerbe-Siegel. Damit zeichnet die Europäische Kommission Stätten aus, die einen herausragenden

Die Stadt Fulda und die benachbarte Gemeinde Petersberg bewerben sich gemeinsam um das Europäische Kulturerbe-Siegel. Damit zeichnet die Europäische Kommission Stätten aus, die einen herausragenden symbolischen Wert für die Entwicklung Europas besitzen. Im Fall der beiden Kommunen in Osthessen geht es um die Bedeutung der beiden Orte als Bildungszentren des Frühmittelalters, wie die Stadt Fulda am Donnerstag mitteilte.

Aus Sicht der Stadt liegt die europäische Dimension im Besonderen darin, dass die Reichsabtei Fulda und ihr Nebenkloster Petersberg für die karolingische Bildungsreform stehen. Sie habe im 8. und 9. Jahrhundert maßgeblich das Zusammenwachsen verschiedener Völker zu einer kulturellen Einheit angestoßen. Zudem sei damit die Entwicklung der europäischen Wertegemeinschaft beeinflusst worden.

Bis Mitte des kommenden Jahres haben Fulda und Petersberg noch Zeit, um die Bewerbung für 2021 beim Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst einzureichen. Wenn das Land das Vorhaben unterstützt, muss sich die Bewerbung noch in der Kultusministerkonferenz gegen mögliche andere deutsche Kandidaten behaupten. Ende des Jahres 2021 wählt dann die Europäische Kommission aus zwei deutschen Vorschlägen eine Stätte aus, die das Kulturerbe-Siegel erhält. Zuletzt waren die Rathäuser in Münster und Osnabrück als Orte des Westfälischen Friedens ausgezeichnet worden.

(dpa)

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