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Der Sicherheitsfachmann Will Sawyer ( Dwayne Johnson, links) soll den neuen Wolkenkratzer in Hongkong prüfen und macht dabei die Bekanntschaft von Inspector Wu (Byron Mann).

Actionfilm „Skyscraper“

Gefahren lauern im Hochhaus in Hongkong

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Das Spektakel von Rawson Marshall Thurber zerlegt seine kunstvoll errichtete Kulisse nach allen Regeln der filmischen Zerstörungskunst.

Dwayne Johnson hat seine Karriere nach dem Vorbild Arnold Schwarzeneggers gestaltet. Zum Gouverneur hat es der ehemalige Wrestling-Star, der unter dem Künstlernamen „The Rock“ in den Ring stieg, zwar noch nicht gebracht, aber seine Rollenwahl wechselt ebenfalls zwischen beinharten Actionhelden mit gelegentlicher Selbstironie und liebendem Familienvater, der auf der Leinwand seine Beschützerinstinkte kraftvoll ausleben darf.

Sein neuer Film „Skyscraper“ gehört in letztere Kategorie. Der Regisseur wie Drehbuchautor Rawson Marshall Thurber („Central Intelligence“) hat Johnson einen

225 Stockwerke

hohen Wolkenkratzer zum Austoben ins Skript geschrieben. Das gigantische Gebäude steht in Hongkong und wurde von dem Software-Milliardär Zhao Long Ji (Chin Han) entwickelt – ein Hi-Tech-Paradies mit sechstöckiger Shopping-Mall, riesigem Indoor-Garten und nachhaltigem Windturbinengenerator.

Der Amerikaner Will Sawyer (Johnson) wird mit seiner Familie nach Hongkong eingeladen, um das Sicherheitskonzept vor Inbetriebnahme zu überprüfen. Dabei gerät er in eine Verschwörung erpresserischer Finstermänner, die das Haus im 96. Stock in Brand setzen und alle Feuerschutzsysteme abschalten. Da trifft es sich gut, dass Sawyer früher einmal als Geiselbefreier in einem Sondereinsatzkommando gearbeitet hat – bis ein Sprengsatz ihm ein Bein wegriss. Trotz dieser Beeinträchtigung erweist sich der Familienvater als beherzter Held, der einen hundert Meter hohen Baukran erklimmt, im Nahkampf bewaffnete Schurken windelweich prügelt und mit Klebeband an den Händen an einer Glasfassade entlang balanciert. Schießlich geht es um die Rettung von Frau (Neve Campbell) und Kindern, die in den Flammen eingeschlossen und von dem skandinavischen Bösewicht bedroht werden.

In Handlungsführung und Schlussauflösung durchaus überschaubar, erfüllt das dreidimensionale Actionspektakel in Sachen Spannung und visueller Überwältigung durchaus seinen Zweck. Die Pixelmeister haben mit dem schmucken Hochhauskomplex einen ansprechenden, abwechslungsreichen Handlungsort mit Hongkong-Kulisse und asiatischen Nebenfiguren entworfen, der umso genussvoller zerlegt wird. Das ergibt zwei kurzweilige Kinostunden, die freilich so schnell vergessen sind wie der Geschmack des Popcorns schon gleich nach dem abendlichen Zähneputzen. Annehmbar

In diesen Kinos

Frankfurt: E-Kinos, Metropolis. Sulzbach: Kinopolis (D+OF). Limburg: Cineplex. Offenbach: Cinemaxx. Hanau: Kinopolis. Mainz: Cinestar (D+OF)

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