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Glamour am Lido

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Ryan Gosling ist ausgesprochen anhimmelnswert, findet offenbar auch Emma Stone in dem Film ?La La Land?, der die Filmfestspiele von Venedig eröffnet. Die amerikanisch-romantische Musical-Komödie von Damien Chazelle wird erst im Dezember im Kino zu sehen sein.
Ryan Gosling ist ausgesprochen anhimmelnswert, findet offenbar auch Emma Stone in dem Film ?La La Land?, der die Filmfestspiele von Venedig eröffnet. Die amerikanisch-romantische Musical-Komödie von Damien Chazelle wird erst im Dezember im Kino zu sehen sein. © Dale Robinette (dpa)

Heute startet das Filmfest von Venedig. Die Liste der Stars ist lang, den Jury-Vorsitz hat Sam Mendes, und die deutsche Schauspielerin Nina Hoss darf auch urteilen.

Mit seinen zahlreichen Auszeichnungen kann Wim Wenders bereits mehrere Regale füllen. Eine Goldene Palme ist darunter, ein Ehrenbär der Berlinale und drei Europäische Filmpreise – ebenso wie ein Goldener Löwe der Festspiele in Venedig. Nun könnte bald ein zweiter Löwe für den deutschen Regisseur dazukommen: Beim 73. Festival, das heute startet, läuft sein Beziehungsdrama „Die schönen Tage von Aranjuez“ neben 19 weiteren Filmen im Wettbewerb.

Zur Eröffnung wird am Mittwochabend allerdings erst einmal ein romantisches Musical gezeigt: In „La La Land“ verliebt sich ein Jazzpianist in eine junge Schauspielerin – in den Hauptrollen sind Ryan Gosling und Emma Stone zu sehen, die gleich zum Auftakt Hollywoodglanz in die Lagunenstadt bringen sollen.

Romanzen und Thriller

Überhaupt finden sich im diesjährigen Programm des ältesten Filmfestivals der Welt zahlreiche prominente Namen wieder. So haben sich im Wettbewerb etwa Keanu Reeves und Jim Carrey für die Kannibalen-Romanze „The Bad Batch“ angekündigt. Der Deutsch-Ire Michael Fassbender und die schwedische Oscarpreisträgerin Alicia Vikander („The Danish Girl“) stellen das Familiendrama „The Light Between Oceans“ vor. Und Modedesigner und Regisseur Tom Ford, der schon 2009 mit dem berührenden „A Single Man“ in Venedig war, zeigt den Thriller „Nocturnal Animals“ mit Amy Adams und Jake Gyllenhaal.

Der Franzose François Ozon geht mit der deutsch-französischen Produktion „Frantz“ ins Löwen-Rennen, während der US-Amerikaner Terrence Malick mit „Voyage of Time: Life’s Journey“ – ebenfalls eine deutsche Koproduktion – eine Dokumentation mit Brad Pitt und Cate Blanchett als Erzählern an den Lido bringt. Der Serbe Emir Kusturica hingegen stellt nach langjähriger Spielfilmpause „Na mlijecnom putu (On The Milky Road)“ mit Monica Bellucci vor.

Mit Spannung wird außerdem „Jackie“ des Chilenen Pablo Larraín erwartet. Natalie Portman, die für ihre intensive Darstellung in „Black Swan“ 2011 den Oscar als beste Hauptdarstellerin gewann, verkörpert nun Jacqueline Kennedy. „Jackie“ erzählt aus der Sicht der einstigen First Lady der USA vom Attentat auf deren Ehemann John F. Kennedy im Jahr 1963.

Außer Konkurrenz hat Festivalchef Alberto Barbera den Oscarpreisträger Mel Gibson mit seinem Zweiter-Weltkriegs-Film „Hacksaw Ridge“ und Hauptdarsteller Andrew Garfield eingeladen, ebenso wie Naomi Watts und Liev Schreiber für das Boxerdrama „The Bleeder“. Denzel Washington und Ethan Hawke werden für den Abschlussfilm erwartet, die Neuauflage des Kinoklassikers „Die glorreichen Sieben“. Deutlich unbequemer dürfte „Safari“ des Österreichers Ulrich Seidl werden: Die Dokumentation beobachtet Menschen, die zum Jagen nach Afrika reisen – „ein Urlaubsfilm über das Töten“, wie Seidl erklärt.

Unter all diesen Beiträgen in der Hauptauswahl ist Wim Wenders’ „Die schönen Tage von Aranjuez“ das einzige Werk eines deutschen Regisseurs.

Der „Skyfall“-Regisseur

Basierend auf dem Theaterstück seines langjährigen Freundes Peter Handke erzählt Wenders darin von den Unterschieden zwischen Frau und Mann – gedreht in 3 D. Ob das preiswürdig ist, darüber entscheidet zum Festivalende eine internationale Jury. Ihr Präsident ist der britische Oscarpreisträger Sam Mendes („American Beauty“, „Skyfall“). Doch ohne deutsche Beteiligung geht es auch hier nicht: Die Schauspielerin Nina Hoss hat als Jurymitglied ebenfalls Mitspracherecht bei der Löwen-Vergabe am 10. September.

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