Oskar (Juri Winkler, links) und Rico (Anton Petzold) ermitteln.
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Oskar (Juri Winkler, links) und Rico (Anton Petzold) ermitteln.

Kinderkrimi-Triologie

Hochbegabt und tiefbegabt ergibt ein gutes Duo

  • VonThomas Ungeheuer
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Unter Neele Leana Vollmars Regie ist „Rico, Oskar und der Diebstahlstein“ der 3. Teil der Verfilmung von Andreas Steinhöfels anspruchsvoller Kinderkrimi-Triologie.

Wenn man jemanden eine Weile nicht besucht hat, kann sich das eine oder andere geändert haben. So ist es auch bei den Freunden Oskar (Juri Winkler) und Rico (Anton Petzold). Oskar wohnt jetzt mit seinem Vater Lars (Detlev Buck) im selben Haus wie Rico. Dessen Mutter Tanja (Karoline Herfurth) fährt mit ihrem Schatz, dem Polizisten Simon (Ronald Zehrfeld), in den Urlaub. So scheint alles in der Berliner Dieffenbachstraße in Ordnung zu sein. Alles? Nein, denn plötzlich stirbt der verschrobene Fitzke (Milan Peschel). Er hinterlässt Rico seine Steinesammlung. Natürlich enthält diese auch Fitzkes ersten selbstgezüchteten Stein. Und dieser wertvolle „Kalbstein“ wird gestohlen. Keine Frage: Rico und Oskar müssen herausfinden, wer jetzt im Besitz des Steins ist. Mutig machen sich die Hobbydetektive an die Ermittlungen. Sie führen die ungleichen Freunde von Berlin an die Ostsee...

Man bemerkt schnell, dass Neele Leana Vollmar diesen Film inszeniert hat. Sie hatte auch bei „Rico, Oskar und die Tieferschatten“ im Regiestuhl gesessen. Bei dem schwächeren Nachfolger „Rico, Oskar und das Herzgebreche“ hatte sie pausiert. Ihr Vertreter Wolfgang Gros vermochte die Geschichte des Kinderbuchautoren Andreas Steinhöfel nicht mit der gleichen Natürlichkeit zu erzählen. Im Gegensatz zu ihm ist Leana Vollmar mit ihrem Drehbuchautoren Martin Gypkens wieder recht nah an den liebevoll entworfenen Figuren geblieben. Ohne Zweifel sind Anton Petzold als der tiefbegabte Rico und Juri Winkler in der Rolle des altklugen Oskar erneut die großen Sympathieträger des Films. Aber sie tragen eben gemeinsam mit erfrischend originell aufspielenden erwachsenen Darstellern nicht nur einen Kinderkrimi, in dem es wunderbar spannend und witzig zugeht, sondern auch einen Film, der auf völlig unverkrampfte Weise und durchaus auch mit Tiefgang von Liebe, Freundschaft, Trauer und Tod erzählt. Sehenswert

Frankfurt: Berger, Cinestar, E-Kinos, Metropolis. Sulzbach: Kinopolis. Limburg: Cineplex. Offenbach: Cinemaxx. Hanau: Kinopolis. Mainz: Cinestar

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