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Gärtner Schorsch (Elmar Wepper) hat mit seinem roten Kleinflugzeug den Abflug aus der verschuldeten Gärtnerei gemacht und begegnet Hannah (Dagmar Manzel).

Tragikomödie „Grüner wird’s nicht"

Manche haben immer was zu meckern

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Unter der Regie von Florian Gallenberger geht es um einen Griesgram, der seine Gärtnerei verlassen hat und mit seinem Flugzeug verreist ist.

Für manche Menschen gibt es immer etwas am Dasein zu meckern. Der Gärtner Schorsch (Elmar Wepper) ist einer von ihnen. Mit seiner Frau Monika (Monika Baumgartner) besitzt er eine verschuldete Gärtnerei. Dabei hat er noch Lohn zu bekommen. Schließlich ist Schorsch dabei, für Dr. Starcke (Bernd Stegemann) den perfekten Rasen für einen Golfplatz anzulegen. Was für ein Ärger!

Seine schlechte Laune lässt der Hobbypilot nicht nur an seiner Frau, sondern auch an der gemeinsamen Tochter Miriam (Karolina Horster) aus. Als Schorsch erfährt, dass sein geliebter roter Doppeldecker gepfändet werden soll, setzt er sich in das alte Flugzeug, um zum Nordkap zu fliegen. Auf seiner Reise macht er auch Zwischenstopp bei dem adeligen Schlossbesitzer Richard von Zeydlitz (Ulrich Tukur) und dessen Frau Evelyn (Sunnyi Melles). Richards rebellische Tochter Philomena (Emma Bading) ist so unglücklich, dass sie sich bald als blinde Passagierin in Schorschs Flugzeug schmuggelt. So geht die Reise zu zweit weiter…

Nach Jockel Tschierschs Roman „Grüner wird’s nicht, sagte der Gärtner und flog davon“ haben der Regisseur und Autor Florian Gallenberger und sein Co-Autor Gernot Gricksch die Geschichte ihrer gleichnamigen Tragikomödie entworfen. Dabei wirkt die Idee, den Film mit Motiven anzureichern, die man aus dem klassischen Roadmovie kennt, originell. Bloß gelingt es den Filmschaffenden nicht, die Handlung wirklich spannend zu gestalten. Das befremdet vor allem, weil Schorsch und Philomena mit einem doch recht betagten Flugzeug unterwegs sind. Viel Überraschendes und Tiefgründiges haben die Figuren, die sie auf ihrer Reise treffen, auch nicht zu sagen.

Dem zum Trotz verkörpern Elmar Wepper und Emma Bading ihre Hauptrollen auf gelungene Weise. Weppers zurückgenommene Art des Schauspiels steht in reizvollem Kontrast zu dem eher impulsiven Spiel der Newcomerin Bading. Gemeinsam bewahren sie den Film vor dem endgültigen Abgleiten in die Belanglosigkeit. Annehmbar

In diesen Kinos

Frankfurt: Cinema, E-Kinos. Sulzbach: Kinopolis. Limburg: Cineplex. Mainz: Cinestar

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