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Venom (Tom Hardy) zeigt sich von seiner besten Seite.

Im Kino

Marvels "Venom": Der Schurke kommt aus dem Weltall

Regisseur Ruben Fleischer hat Verfolgungsjagden, explodierende Drohnen und natürlich die Ankunft der Parasiten auf der Erde in Szene gesetzt.

Üblicherweise sind Marvel-Filme meist nach einem Schema aufgebaut. Es scheint, als wäre das Ende der Welt nahe, und der Superheld muss es mit einem Schurken aufnehmen, um die Menschheit zu retten. Etwas anders ist es in „Venom. Die neueste Verfilmung eines Marvel-Comic beginnt nicht nur untypisch düster. Sie fokussiert sich auch auf den Weltall-Superschurken, dessen Pläne zunächst unklar sind. So suggeriert der Film zunächst, die drei aus dem All stammenden Parasiten wollten ausschließlich die Erde zerstören. Um auf dem Planeten aber überleben zu können, brauchen sie einen Wirt. So wie eben auch Venom, der sich Eddie Brocks (Tom Hardy) bemächtigt und dessen Körper besetzt. Dabei wollte der arbeitslose Brocks eigentlich nur seinen früheren Ruf als Enthüllungsreporter retten: Die Angestellte der dubiosen Life Foundation, Dora Skirth, hatte ihm verraten, dass ihr Chef Obdachlose als Versuchspersonen rekrutiert und sie den Parasiten aus dem Weltall aussetzt.

Mehr als elf Jahre musste sich der Alien-Parasit gedulden, bis er seit „Spider-Man 3“ wieder auf der Leinwand zu sehen ist. Die Bildsprache beider Filme ähnelt sich, zeichnete doch Produzent Avi Arad für beide Kinowerke verantwortlich. Auch für Hauptdarsteller Tom Hardy ist das Engagement als Superschurke nichts Neues, begeisterte er bereits als Bane in Christopher Nolans „Batman“-Verfilmung „The Dark Knight Rises“. In „Venom“ stemmt Hardy jetzt die Doppelrolle des verwirrten, in Selbstgesprächen versinkenden Brock und des Superschurken Venom, der zunächst nur auf Krawall aus ist. Anders als Venom kurz nach der Übernahme von Brock glaubt („Ich bin Venom, und du bist mein“), bleibt es über weite Teile unklar, wer wirklich über Brocks Körper bestimmt. Als dann aber der Parasit Riot einen neuen, zerstörerischen Plan ausheckt, muss sich Venom entscheiden, welchen Weg er gehen will.Nicht ohne Grund spricht der Parasit stets vom „wir“.

Beachtlich ist, wie düster und gewalttätig Regisseur Ruben Fleischer „Venom“ inszenierte: Statisten werden herumgeschleudert, aufgespießt oder von ihren Köpfen abgetrennt. Michelle Williams spielt zu Beginn noch Brocks große Liebe, wird für den Rest der Handlung jedoch zu einer Nebenfigur degradiert. Insgesamt bleibt „Venom“ aber Actionkino mit Unterhaltungswert und gelungenem Cliffhanger. Sehenswert

In verschiedenen Kinos in Frankfurt und im Rhein-Main-Gebiet

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