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Friedrich Achleitner ist tot. Foto: Herbert Neubauer/APA

Tod mit 88 Jahren

Österreichischer Sprachkünstler Achleitner gestorben

Er war ein Meister der Sprache. Durch einen Skandalauftritt Ende der 50er Jahre wurde Friedrich Achleitner bekannt.

Wien (dpa) - Der österreichische Schriftsteller und Architekturkritiker Friedrich Achleitner ist tot. Er sei im Alter von 88 Jahren am Mittwoch in Wien gestorben, teilte der Zsolnay Verlag mit.

Achleitner war Hauptvertreter der "Konkreten Poesie" und der modernen Dialektdichtung. Er schuf außerdem in jahrzehntelanger Arbeit eine mehrbändige Bestandsaufnahme der österreichischen Architektur des 20. Jahrhunderts.

Die literarische Szene eroberte er 1959, als er mit dem Schriftsteller Gerhard Rühm bei einer Klavier-Zertrümmerungsaktion einen Polizeieinsatz provozierte. Zu seinen wichtigsten literarischen Werken zählen "schwer schwarz" (1960) und der 1973 erschienene "quadratroman".

2015 erschien sein Prosaband "wortgesindel" mit vielen Mini-Reflexionen, Dialogen und knappsten Geschichten. Die "Wiener Zeitung" zitierte damals aus dem Band eine der knappsten Szenen: "der eine: du, ich kenn den prillinger ferdl jetzt schon vierzig jahr. glaubst, mir fallert sein name noch ein? der andere: da kann ich dir nicht helfen, ich hör den namen heute zum ersten mal."

Witzige Beobachtungen und bissige Kommentare etwa zur political correctness gehörten zu seinem Werk. Achleitner erhielt für sein literarisches Wirken und seine Arbeit als Architekt viele Auszeichnungen.

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