Medienwissenschaftler

Pörksen hat das Buch der Stunde geschrieben

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Der Medienwissenschaftler Bernhard Pörksen, Jahrgang 1969, hat Germanistik, Journalistik und Biologie studiert. Heute lehrt er als Professor für Medienwissenschaften an der Universität Tübingen.

Der Medienwissenschaftler Bernhard Pörksen, Jahrgang 1969, hat Germanistik, Journalistik und Biologie studiert. Heute lehrt er als Professor für Medienwissenschaften an der Universität Tübingen. Einem breiteren Publikum ist er durch die Bücher „Der entfesselte Skandal“, „Wahrheit ist die Erfindung eines Lügners“ und diverse Fernsehauftritte in Talkrunden bekannt. Sein Buch „Die große Gereiztheit. Wege aus der kollektiven Erregung“ (256 Seiten) ist gerade im Hanser-Verlag erschienen und kostet 22 Euro. Pörksen analysiert darin die Erregungsmuster des digitalen Zeitalters und beschreibt das große Geschäft mit der Desinformation. Er führt vor, wie sich unsere Idee von Wahrheit, die Dynamik von Enthüllungen, der Charakter von Debatten und die Vorstellung von Autorität und Macht verändern: „Es ist die plötzliche Sichtbarkeit des Schreckens, die beunruhigt. Wir spüren ein untergründiges Beben, eine konstante Verstörung durch Vernetzung und können uns ihr kaum entziehen“, sagt Pörksen. In dieser Situation der allgemeinen Verunsicherung gehört der kluge Umgang mit Informationen zur Allgemeinbildung und sollte in den Schulen gelehrt werden. Pörksens luzide Analyse gehört zu den Büchern der Stunde.

( klu)

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