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Das sind die Top 10 der Open-Air-Musikfestivals in Frankfurt und Umgebung

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Ob Jazz, Rock, Pop oder Weltmusik: Was gibt es Schöneres, als einen lauen Sommerabend unter freiem Himmel zu verbringen und dabei den Klängen seines Lieblingskünstlers zu lauschen?

1. Mousonturm und Palmengarten

Selbst wenn sich bei schönem Wetter bis zu 1000 Menschen im Halbrund vor dem Musikpavillon im Frankfurter Palmengarten einfinden – die Konzerte dort haben dank ihrer Picknick-Atmosphäre immer einen familiären Charakter. Da watschelt auch mal die "Jazz Duck" vom nahen Teich durch die Reihen, oder es kommt eine Künstlerin wie Patti Smith zu spät zum Auftritt, weil sie noch eine Verabredung mit einem Schwan hatte. Unvergessliche Momente für alle. Zwei Traditionseihen bestimmen das Programm: Mit Tinariwen und Amadou & Mariam kommen diesmal gleich zwei Acts aus Mali. Auch Blues gibt es im Grünen mit Deitra Farr am 24. August.

2. Mainz

Die Mainzer Zitadelle ist untrennbar mit dem Open-Ohr-Festival verbunden. Das findet dieses Jahr bereits zum 43. Mal auf dem Jakobsberg statt. In alter Tradition wie immer an Pfingsten (2.–5.6.) und als nicht kommerzielle Veranstaltung mit einem politischen Thema, diesmal "Wegwerfware Mensch".

So gehören Diskussionsforen neben Lesungen, Theater, Kabarett (

Hazel Brugger

), Film und Musik (vom obszönen Chanson-Pop von

Schnipo Schranke

bis zu Afrobeat-Star

Ebo Taylor

) zum Angebot der vier Tage. Das Festungsgelände über den Dächern der Altstadt ist auch die attraktivste Adresse im Rahmen des Mainzer "Summer In The City" (18.6.–5.8.).

Yann Tiersen

,

Patricia Kaas

, Fado-Queen

Mariza

und die kanadische Ausnahmesängerin

Feist

gehören zu den Höhepunkten auf dem überschaubaren Gelände. Link:

3. Offenbach

Seit der Hafen 2 in Offenbach vor vier Jahren aus dem Alten Lokschuppen ins neue Domizil in den Nordring 129 nahe der Kaiseleibrücke umzog, ist das Areal um die Konzerthalle und das Café noch attraktiver nutzbar. Da sich das Kulturzentrum als "interdisziplinäre Plattform" versteht, gibt es neben der Gastronomie auch weiterhin viele Spielflächen für Kinder und den Streichelzoo.

Das Herzstück auf dem Gelände ist die kleine Bühne direkt an der Hafeneinfahrt am Main. Wie in einem kleinen Amphitheater können da Musikfans an Sonntagnachmittagen tolle Indiemusik bei freiem Eintritt (Spende erwünscht) erleben während auf dem Fluss Boote vorübercruisen.

Am Sonntag, 4. Juni, kommt mit

Maïa Vidal

gleich eine ganz besondere Künstlerin. Link:

4. Eltville

Mit diesem Namen hätte der Liedermacher sogar gegen Walther von der Vogelweide auf der Wartburg antreten können: Gisbert Wilhelm Enno Freiherr zu Innhausen und Knyphausen. Auf seinen Platten steht einfach nur Gisbert zu Knyphausen. Und der ist mit seinem poetischen Weltschmerzsongs Kult bei seinen Fans. Kult ist auch das jährliche Festival (diesmal von 21.–23.7.) auf dem Weingut seiner Familie im Rheingau in Eltville im Draiser Hof und von daher meist schnell ausverkauft. Headliner sind diesmal „Element of Crime“. Link:

5. Stoffel im Günthersburgpark

Bange machen gilt nicht. Auch wenn nur wenige Anwohner mit ihren Beschwerden dem Stalburg-Offen-Luft-Festival, kurz Stoffel, den Garaus machen wollen, finden die Theatermacher immer Mittel und Wege, das größte Gartenfest Frankfurts seinen Fans zu erhalten. So kann also die Stoffel-Gemeinde auch diesen Sommer wieder vom 14. Juli bis 12. August in den Günthersburgpark pilgern, um Freunde zu treffen, zu chillen, ein paar Drinks zu genießen und vor der Bühne wieder Kinderprogramme, Kabarett und viel Musik jeglicher Couleur zu goutieren. Link:

6. Hanau

Manchmal wird auch der schön angelegte Park hinterm Schloss Philippsruhe in Hanau zur Spielfläche. Letztes Jahr war Woodstock-Legende Joan Baez zu Gast. Den ganzen Sommer lang gibt es Programm im benachbarten Amphitheater Hanau (3.8.–24.9.). Das Praktische: Auch bei Regen werden die Besucher dank einer geschwungenen Zeltdachkonstruktion nicht nass. Das Angebot ist eher Mainstream, die Amigos, die Abba-Night, Nena oder Die Lochis sind Publikumsmagneten. Aber mit den Boomtown Rats nebst Sir Bob Geldof (5.8.), Albert Hammond (16.8.) oder Helge Schneider (30.8.) kommen auch echte Charakterköpfe in die Mainauen. Link:

7. Sommerwerft

Auch wenn die Sommerwerft als Internationales Theaterfestival beworben wird und das Freie Frankfurter Tanz- und Performance-Ensemble "Antagon" Gastgeber an der Weseler Werft in Frankfurt ist, spielt Musik im Schatten der Europäischen Zentralbank eine große Rolle.

Zwischen 21.7. und 6.8. treten täglich bis zu drei Einzelkünstler oder Bands im luftigen Beduinenzelt auf. Eher leise Töne für Fans von intimen Wohnzimmerkonzerten. Am 24.8. erobert dann auch das HR-Sinfonieorchester wieder den Platz für sein großes Open Air. Link:

8. Idstein

Das Taunusstädtchen Idstein ist mit seiner denkmalgeschützten Altstadt und den vielen schönen Fachwerkhäusern immer einen Ausflug wert. Erst recht, wenn beim Idsteiner Jazz-Festival drei Tage lang, vom 23.-25.7., 37 Bands sechs Bühnen zwischen Hexenturm und Höerhof beschallen. Auch wenn Jazz draufsteht, ist nicht nur Jazz (von Swing bis Bigband) drin. Auch Blues, World & Latin, Rock & Pop sowie Soul machen das Angebot zu einem Kessel Bunten und absolut familienkompatibel. Link:

9. Rebstockpark

Glück mit dem Wetter hatten die Veranstalter des Afrikanischen Kulturfestes Frankfurt im vergangenen Jahr nicht. Trotzdem präsentiert der Verein Afrika Kulturprojekte e. V. auch diesmal wieder sein dreitägiges Open Air am westlichen Ende des weitläufigen Rebstockparks gleich hinter dem Weiher (7.–9.7.). Mit Oumou Sangare aus Mali und Youssou N’Dour aus dem Senegal wurden zwei Weltstars der Worldmusic eingeladen. Damit ist das Fest, das unter dem Motto "Eine vernetzte Welt gerecht gestalten" die Themen des G20-Gipfels in Foren zur Diskussion stellt, authentischer als manch andere Festivals dieser Art. Link:

10. Dreieichenhain

Wer eine so pittoreske Kulisse in seiner Gemeinde vorfindet wie die hochmittelalterliche Ruine der Burg Hayn in Dreieichenhain, der muss diesen wundervollen Ort einfach den ganzen Sommer über nutzen. Das Team der Bürgerhäuser Dreieich tut dies vom 4. Juli bis 20. August fast sieben Wochen lang mit seinen Burgfestspielen. Die Musik, die da spielt, kommt zum Beispiel von Max Mutzke (21.7.), dem Ukulele Orchestra of Great Britain (27.7.), Hippie-Ikone Donovan (10.8.) oder Stefan Gwildis (20.8.). Ein Höhepunkt des Programms in der Burg Hayn von Dreieichenhain ist der jährliche "Jazz in der Burg" (29.–30.7.) mit Gospel-Matinee und Blues-Morning neben dem Abendprogramm, zu dem mit dem „Martin-Tingvall-Trio“ ein lyrisches Piano-Trio neben Swing und Calypso am Start ist. Link:

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