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José Carreras (70) singt zum letzten Mal in Frankfurt.

1822-Neujahrskonzert in der Alten Oper

Ein Tenor singt und sagt Adios

Begonnen wird das nächste Jahr in der Alten Oper mit einem chinesischen Dirigenten: Tung-Chieh Chuang. Doch es folgt Spanisches mit Opernsänger José Carreras.

Die Junge Deutsche Philharmonie hat für das Neujahrskonzert am 8. Januar ein sehr ungewöhnliches Programm erarbeitet. Tung-Chieh Chuang wird Werke von Britten („Young Persons Guide in the Orchestra“), das Konzert d-Moll von Francis Poulenc sowie die sinfonische Dichtung „Pini di Roma“ von Ottorino Respighi dirigieren. Die beiden Abonnementkonzerte des HR-Sinfonieorchesters am 12. und 13. Januar werden von der Geigerin Lisa Batiashvili, dem Oboisten François Leleux und dem Pariser Organisten und Komponisten Thierry Escaich gestaltet. Von Letzterem stammt ein Doppelkonzert für Violine, Oboe und Orchester. Chefdirigent Andrés Orozco-Estrada wird darüber hinaus Brahms’ vierte Sinfonie dirigieren. Auch das „Vision String Quartett“ wartet bei der Kammermusik-Reihe der Museums-Gesellschaft mit Außergewöhnlichem auf: Am 12. Januar gibt es zunächst das mittelspäte Beethoven-Quartett f-Moll (op. 95), danach Debussys Quartett g-Moll, dann aber Jazz- und Poparrangements für Streichquartett.

Nach der alljährlichen „Wiener Johann-Strauß-Konzert-Gala“ mit Sängern und Ballett am 14. Januar stehen am 15. und 16. Januar die beiden Sinfoniekonzerte des Opern- und Museumsorchesters an. Zwei gewichtige Werke hat Generalmusikdirektor Sebastian Weigle ausgewählt: Beethovens fünftes Klavierkonzert wird Igot Levit solistisch gestalten, nach der Pause folgt Bruckners vierte Sinfonie, seine „Romantische“. Zu seiner „Final World Tour“ gibt der spanische Tenor José Carreras am 15. Januar auch den Frankfurter Musikfreunden noch einmal Gelegenheit, ihn persönlich in einem Konzert zu erleben. Er singt voraussichtlich wieder spanische Volkslieder und hat das „Bohemia Sinfonieorchester Prag“ zur Seite.

Auf Einladung der Konzertdirektion Pro Arte gastieren am 20. Januar die Cellistin Sol Gabetta und die Pianistin Hélène Grimaud im Großen Saal. Freunde der Kammermusik werden bei diesem hochkarätigen Programm aufhorchen: Schumanns fünf Stücke im Volkston, Debussys Cellosonate d-Moll und Brahms’ rassige Sonate G-Dur. Zum Schluss noch Arvo Pärts „Fratres“. Der Gambist und Barockspezialist Jordi Savall steht am 21. und 22. Januar im „Fokus Jordi Savall“, der in diesem Monat drei Konzerte umfasst: Der 21. gehört zunächst der Alten Musik Europas, mit Werken von Dowland, Scheidt, Alberti, Rossi und anderen. Das Instrumentalensemble „Hesperion XXI“ wird danach zum „Dialog der Seelen“ aufbrechen und muslimische, jüdische und christliche geistliche Musik aus dem Mittelmeerraum vorstellen. Eine ganze Reihe eigentümlicher Instrumente wird es bei diesem ungewöhnlichen Konzert zu bestaunen geben. „Das barocke Spanien und lebendige Traditionen der Neuen Welt im musikalischen Dialog“ lautet schließlich das Motto für das Konzert am 22. Januar mit dem Ensemble „La Capella Reial de Catalunya“ im Großen Saal.

Die Pianistin Mitsuko Uchida gastiert am 24. Januar innerhalb der Reihe „Klavierabende“ im Großen Saal – Mozarts C-Dur-Sonate (KV 545) wird durch Schumanns „Kreisleriana“ und die große C-Dur-Fantasie ergänzt. Zwischendurch kommt ein neues Werk von Jörg Widmann zur Aufführung. Mit zwei großen Orchesterkonzerten geht der erste Klassik-Monat des neuen Jahres in der Alten Oper zu Ende. Am 27. Januar kommt zunächst das Chicago Symphony Orchestra mit seinem Chefdirigent Riccardo Muti in den Großen Saal: Richard Strauss’ „Don Juan“ und Tschaikowskys vierte Sinfonie bilden die Stützen des Programms. Das SWR-Sinfonieorchester wird zwei Abende später, am 29. Januar, an derselben Stelle erwartet. Arcadi Volodos ist als Solist in Beethovens drittem Klavierkonzert (c-Moll) vorgesehen. David Zinman wird darüber hinaus die Ouvertüre zu Webers „Euryanthe“ sowie Brahms’ erste Sinfonie dirigieren.

„Die große Verdi-Nacht“ mit viel gefühlvoll Italienischem darf indes auch nicht fehlen: Am 28. Januar kommen dazu das Orchester und Solisten der „Milano Festival Opera“ nach Frankfurt. Ge

Alte Oper Frankfurt. Einzelkarten und Abonnements unter Telefon (069) 13 40 400. Internet

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