Tief unter der Erde lauert eine gefährliche Kreatur

Im Zentrum des neuen Schätzing-Thrillers steht ein genialer Supercomputer namens Ares. Ares steht für „Artificial Research and Exploring System“, eine „an sich gutartige Kreatur“, wie sein

Im Zentrum des neuen Schätzing-Thrillers steht ein genialer Supercomputer namens Ares. Ares steht für „Artificial Research and Exploring System“, eine „an sich gutartige Kreatur“, wie sein Schöpfer sagt. Letztlich handelt es sich um eine künstliche Intelligenz, die wie die Raupe Nimmersatt nach Informationen lechzt, bald schlauer als seine Erfinder ist und vor allem eines nicht sein möchte: künstlich. Und da fangen die Probleme an. Die Geschichte spielt in der US-Provinz. Donald Trump ist Präsident. In einer Schlucht im verschlafenen Sierra County hängt eine Frau tot vom Baum. Undersheriff Luther Opoku und seine Kollegin Ruth Underwood sind ratlos. Bald stoßen sie auf eine einzigartige Forschungsanlage 100 Meter tief unter der Erde, die unablässig Daten sammelt und verarbeitet. Schätzing gelingt es abermals, den Leser für ein zunächst schwer greifbares Thema zu interessieren. Er zeigt die immensen Möglichkeiten der künstlichen Intelligenz auf, aber auch ihre immensen Gefahren. Knapp 14 Jahre sind seit Schätzings legendärem Wälzer „Der Schwarm“, der mitunter zum Weitschweifigen neigte, vergangen. „Die Tyrannei des Schmetterlings“ kommt mit nur 730 Seiten aus. Das tut dem Roman und den Lesern gut. red

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