Die Wonnen der Sinfonien

Der Klassik-Monat Mai versammelt in der Alten Oper wieder Weltorchester und Spitzensolisten wie den russischen Pianisten Daniil Trifonov.

Der Mai gilt laut Erich Kästner zwar als „Mozart des Kalenders“ – die beiden Museumskonzerte am 1. und 2. Mai aber kommen ohne den Meister aus: Dvoráks Cellokonzert (mit dem Solisten Steven Isserlis) sowie die „Große“ C-Dur-Sinfonie von Schubert sind eine gewiss ansprechende Alternative. Antonello Manacorda wird die beiden Konzerte dirigieren. Das Boston Symphony Orchestra kommt auf Einladung der Konzertdirektion Pro Arte am 3. Mai einmal wieder nach Frankfurt. Mahlers kraftvolle neunte Sinfonie ist alleiniger Programmpunkt – ein abendfüllendes Werk voller Elan und musikalischer Ironie. Andris Nelsons dirigiert das renommierte amerikanische Ensemble. Ebenfalls bei Pro Arte tritt die Geigerin Arabella Steinbacher am 7. Mai im Großen Saal auf. Sie spielt zunächst die beiden Violinkonzerte D-Dur und A-Dur von Mozart. Nach der Pause steht die Streicherserenade C-Dur von Tschaikowsky auf dem Programm, bei der Daniel Dodds die namhaften Festival Strings aus Luzern leiten wird.

Der 50. Geburtstag des renommierten Geigers Christian Tetzlaff gibt den Anlass zu einem Festkonzert mit der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen am 8. Mai im Großen Saal. Der zu feiernde Musiker wird zusammen mit seiner Schwester Tanja solistisch in Brahms’ Konzert für Violine und Cello auftreten. Ebenfalls von Brahms stammen die Variationen über ein Thema von Joseph Haydn, die den Abend eröffnen. Beethovens sechste Sinfonie („Pastorale“) beschließt den sinfonischen Teil des Abends. Im Anschluss sorgen Tanja und Christian Tetzlaff sowie Lars Vogt beim „Nach(t)konzert“ für einen intimeren Rahmen – mit Brahms’ erstem Klaviertrio H-Dur.

Nachtkonzert mit Brahms

Andrew Davis leitet die beiden Abonnementkonzerte des HR-Sinfonieorchesters am 12. und 13. Mai. „In a Summer Garden“ von Frederick Delius und Ralph Vaughan Williams fünfte Sinfonie rahmen Alban Bergs Violinkonzert ein, das er als „Andenken eines Engels“ der jung verstorbenen Manon Gropius gewidmet hatte. Renaud Capuçon ist der Solist der beiden Abende.

Ein weiteres bekanntes und qualitätvolles amerikanisches Ensemble kommt mit dem Pittsburgh Symphony Orchestra am 25. Mai in den Großen Saal (wieder bei Pro Arte). Manfred Honeck, in Frankfurt immer wieder gerne zu Gast, wird Beethovens „Coriolan“-Ouvertüre, Rachmaninows zweites Klavierkonzert sowie Tschaikowskys sechste Sinfonie („Pathétique“) dirigieren. Als Solist begegnet man in dem Rachmaninow-Konzert dem russischen Pianisten Daniil Trifonov, einem der größten Talente seiner Generation. Den musikalischen Mai in der Alten Oper beschließt die berühmte Academy of St-Martin in the Fields, die am 30. Mai im Großen Saal Beethovens viertes Klavierkonzert der „Unvollendeten“ Sinfonie h-Moll von Schubert gegenüber stellt. Somit kommen die beiden bedeutendsten Sinfonien des Komponisten innerhalb eines Monats zur Aufführung. Murray Perahia wird in der Doppelfunktion als Solist und Dirigent zu erleben sein. Ge

Alte Oper Frankfurt. Karten unter Telefon (069) 13 40 400. Internet

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