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Die Erbacher Regenbogenschule macht ihrem Namen alle Ehre: Die Kinder haben sämtliche Farben ausgesucht und geben im Festzug ein buntes, fröhliches Bild ab.

Dorfjubiläum

1250 Jahre Erbach: Das ganze Dorf macht mit

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Mit dem Festzug ging das Erbacher Dorfjubiläum gestern so zu Ende, wie es begonnen hatte: beschwingt und fröhlich. Eine gelungene Sache, die Tausenden Freude bereitete.

Traumhaftes Wetter, und einige hatten den Festzug „1250 Jahre Erbach“ gestern gleich zweimal gesehen. Die Zugstrecke mit Beginn und Schluss an der Erlenbachhalle machte es möglich. Die Erbacher gaben noch einmal alles, und weil manche Wagen einfach viel zu schade sind, um nur einmal präsentiert zu werden, waren auch die Würgeser mit ihrem Postraub wieder dabei: Einer der schönsten Wagen bei der 1250-Jahr-Feier im südlichsten Bad Camberger Stadtteil an Pfingsten. Jetzt durften sie noch einmal!

Erbach ist in der gleichen Schenkungsurkunde an das Kloster Lorsch ersturkundlich erwähnt worden – daher das Doppeljubiläum der beiden Bad Camberger Stadtteile in diesem Jahr. Die Einwohner beider Orte legten sich mächtig ins Zeug, wobei die Würgeser jetzt den Vorteil hatten, alles ganz entspannt angehen zu können. Für die Aktiven in Erbach hat der Stress nun auch bald ein Ende. Gestern zogen die Teilnehmer fröhlich durch das Dorf, und an der Erlenbachhalle wurde anschließend noch ausgiebig gefeiert. Die örtlichen Vereine und befreundete Gruppen aus den Nachbarorten machten den Festzug zu einer runden Sache. Sehr oft wurde „Jubel!“ gerufen, das ein oder andere „Helau“ mischte sich zwangsläufig dazwischen, schließlich waren auch die Erbacher „Haare“ dabei.

Ein gelungenes Festwochenende: Bei der Rocknacht am Freitag hatten „gif“, die „Vokuhilas“ und „Jail Break“ vor der Erlenbachhalle kräftig eingeheizt. Der Samstag stand ganz im Zeichen der offenen Höfe und des Kunsthandwerks – ein sehr gemütlicher Tag und Abend in Erbach. So manch einer zeigte sich erstaunt, welch große Höfe und Gärten es hinter den Häusern an der B 8 gibt. Erich Ratschker beherbergte die „Prellos“, Thomas Müller öffnete sein Künstlerhaus, Hermann Birkenfeld bot dem Judo-Club ein Heim, und die Besucher genossen die idyllische Atmosphäre – nur zum Beispiel. Die „Eintracht“ sorgte gemeinsam mit dem Verschönerungsverein für heimeliges Flair im „Hessenhof“, der „Frohsinn“ bewirtschaftete den Lindenplatz, vor der Kirche wurden jede Menge Kinder geschminkt, und der Sportverein hatte so viele Ballspielarten auf dem Sportplatz aufgebaut – das sollte es öfters geben! Das Riesen-Fußball-Dart war ein echter Hingucker und für die Kinder ein hochspannendes Gerät. Bei den Künstlern am Dombach zeigte Renate Gerlach-Haber aus Oberbrechen am Spinnrad, wie ein Faden entsteht, während ein paar Stände weiter Iris Brühl aus Elz Schmuck und kleine Kunstgegenstände aus Kaffeekapseln unter das Volk brachte. Natürlich bot der Verschönerungsverein die Erbacher Chronik zum Kauf. Helge und Klaus Pfeiffer hatten einige Bilder des Erbacher Künstlerehepaars Heinz und Dora Sedlick dabei, Bernhard Wenthur frischen Honig mitgebracht. Doch nicht nur die Aktivitäten, auch das ganz Normale beeindruckte die Gäste. So genossen sie es, durch einen Stall zu gehen, zu schauen, wo früher das Heu hochgezogen wurde und welche Arbeitsgerätschaften von „anno dunnemals“ es noch gibt. Schöne Erinnerungen, passend zur 1250-Jahr-Feier.

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