1983 als Haus der Jugend eröffnet

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Die Scheune sei baufällig, das Gebäude weder schön, historisch oder alt, erklärte im April 1979 der damalige Vorsitzende der FWG über den Hof Ehry.

Die Scheune sei baufällig, das Gebäude weder schön, historisch oder alt, erklärte im April 1979 der damalige Vorsitzende der FWG über den Hof Ehry. In jenem Jahr entschied sich die Debatte über den Standort für ein Jugendzentrum, nachdem es lange ein solches nicht gegeben hatte. Die FWG blieb auch bei ihrer Ablehnung, als das Projekt ein halbes Jahr darauf mit den Stimmen von CDU und SPD grundsätzlich beschlossen wurde. Wenig später meldete eine Bürgerinitiative aus der Nachbarschaft Proteste an und begründete sie vor allem mit dem Lärm, der von einem Jugendzentrum ausgehen werde. Die Mehrheit ließ sich allerdings nicht beeindrucken und hielt an dem Plan fest – bis das Haus der Jugend 1983 nach umfassender Sanierung eröffnet wurde. Behördlicherseits wurde die Einschätzung, das Anwesen sei historisch wertlos, nicht geteilt, Wohnhaus und Scheune stehen als Einzeldenkmale unter Schutz. Zur Geschichte des Anwesens ist bekannt, dass im Jahre 1881 der Landwirt Adam Ehry das Wohnhaus errichtete. Ältester Teil des Anwesens ist ein Rest der ehemaligen Stadtmauer, die Bruchsteinwand an der Südseite der Scheune. Zu dem Gebäude selbst heißt es jetzt in der Magistratsvorlage, es handele sich um die ehemalige Zehntscheune, während im Kreisdenkmalbuch steht, die Scheune befinde sich am Standort der einstigen Zehntscheune.

( bt)

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